Renté ist aus dem Radio und die Stromausfälle in Kuba halten an

Die Unión Eléctrica de Cuba informierte, dass das thermische Kraftwerk Antonio Maceo, bekannt als Renté, am Dienstagabend aufgrund von „Problemen in der Automatik“ außer Betrieb genommen wurde.

Arbeiter der thermischen Elektrizitätsanlage Renté (Referenzbild)Foto © radioguama.cu

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Die Energiekrise in Kuba verschärft sich erneut nach dem Ausfall eines der wichtigsten Thermalkraftwerke des Landes.

Die Zentral-Thermoelektrik Antonio Maceo, bekannt als Renté, gelegen in Santiago de Cuba, wurde in der Nacht von Dienstag aufgrund von „Problemen mit der Automatik“ außer Betrieb genommen, wie die Unión Eléctrica (UNE) bestätigte.

Screenshot Facebook / UNE

Der Vorfall ereignete sich um 19:38 Uhr am Montag, als die Einheit 6 von Renté die Energieerzeugung einstellte und sich somit zu den bereits bestehenden Ausfällen anderer Schlüsselwerke des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN) gesellte, wie Felton (Einheit 2), Santa Cruz (Einheit 3) und Mariel (Einheit 8).

Außerdem berichtete die UNE, dass das Land im Verlauf des gestrigen Tages über 24 Stunden hinweg betroffen war, mit einem maximalen Defizit von 1.703 Megawatt (MW) um 19:40 Uhr.

Die Situation bleibt kritisch. Um sechs Uhr morgens betrug die Verfügbarkeit des SEN nur 1.554 MW, bei einer Nachfrage von 2.609 MW, was einen Mangel von 1.068 MW aufgrund von Kapazitätsengpässen bedeutet. In der Spitzenzeit der Nacht könnte das Defizit 1.700 MW übersteigen, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte des Landes erneut im Dunkeln stehen könnte.

Screenshot Facebook / UNE

Obwohl der Inbetriebnahme der Einheit 3 von Santa Cruz (45 MW) und der Einheit 3 von Renté (55 MW) vorausgesehen wird, bleibt die Erzeugung weiterhin unzureichend.

Hinzu kommen 67 dezentralisierte Kraftwerke, die aufgrund von Kraftstoffmangel außer Betrieb sind und eine Leistung von 641 MW repräsentieren, sowie weitere 163 MW, die wegen fehlendem Schmiermittel nicht verfügbar sind, was insgesamt 804 MW ausmacht, die von dieser Ursache betroffen sind.

In der Zwischenzeit haben die 32 neuen Photovoltaik-Solarkraftwerke nur 2,745 MWh Energie geliefert, eine Menge, die die schwere Energiekrise, die die Insel durchlebt, kaum lindert.

Die kubanische Bevölkerung, die zwischen täglichen Stromausfällen und ihren erschöpfenden Folgen lebt, sieht sich einem weiteren Tag gegenüber, der von Hitze, Dunkelheit und Ungewissheit geprägt ist, während das Regime weiterhin keine strukturellen Lösungen für ein kollabiertes Stromsystem anbietet.

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