Ein Junge mit Zerebralparese und seine Familie leben in extremer Armut, die durch den Verlauf von Melissa verschärft wird

Der Hurrikan Melissa hinterließ nicht nur Zerstörung, sondern legte auch die Elend offen, in dem kubanische Familien leben; dieses Mal offenbarte die Tragödie den Vorhang einer bereits chronischen Armut.

Kubanische Familie lebt unter extremen Bedingungen nach dem Durchzug des Hurrikans MelissaFoto © Captura video X / @observacuba

Die Geschichte eines kubanischen Jungen mit infantiler zerebraler Lähmung beschreibt die dramatische Realität, die viele Familien auf der Insel nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa, der das Wenige, was sie hatten, zerstörte.

Der Kubanische Menschenrechtsobservatorium (OCDH) hat in seinem X-Account berichtet, dass sie während der Hilfenlieferung in den betroffenen Provinzen "Familien getroffen haben, die in einer wirklich unmenschlichen Situation leben".

Die Organisation wies darauf hin, dass das Problem nicht nur auf die Auswirkungen des Zyklons zurückzuführen sei, sondern auf „Jahrzehnte der Verarmung und des Verlassens durch den Staat“.

In einem der von Aktivisten geteilten Videos wird die prekäre Wohnsituation eines 14-jährigen Jugendlichen mit Zerebralparese gezeigt.

Der Junge lebt in einem Haus mit Wänden aus Brettern, einem Erdboden und einem vom Hurrikan Melissa beschädigten Dach.

Die Bilder zeigen, dass es kaum Fenster oder grundlegende Bedingungen gibt, um den Ort zu bewohnen.

Laut der Mutter des Kindes zahlt das kubanische Regime lediglich 2.500 Pesos monatlich für die Betreuung und erhält keine weitere Unterstützung.

„Es reicht nicht einmal aus, um die Medikamente zu kaufen, die das Kind braucht“, sagte die Person, die das Video gemacht hat, mit offensichtlicher Angst.

Diese Person beschrieb die Szene als „eine der schwierigsten Situationen, die wir dokumentiert haben“, obwohl sie den genauen Ort, an dem die Familie lebt, nicht nannte, der sich anscheinend im Osten Kubas befindet.

Der OCDH hat um Solidarität und Unterstützung für Fälle wie diesen gebeten, die den sozialen Zusammenbruch eines Landes widerspiegeln, in dem — laut der Organisation — 89 % der Haushalte in extremer Armut leben.

Die Verwüstung, die der Hurrikan Melissa verursacht hat, hat eine Realität offenbart, die tausende von Familien in Kuba mit unerbittlicher Härte trifft.

Unter den alarmierendsten Fällen ist der einer schwangeren Mutter mit drei kleinen Kindern, die in den Ruinen eines Hauses ohne Dach und stabile Wände gefunden wurde.

Die Familie schlief zwischen Plastik und Kartons, ohne Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln, in extremen Vulnerabilitätsbedingungen.

Dieser Fall hat eine sofortige Reaktion in den sozialen Medien ausgelöst, wo Bürger innerhalb und außerhalb des Landes begannen, sich zu organisieren, um Hilfe anzubieten.

Innerhalb von Stunden wurden Spenden für Lebensmittel, Kleidung und Baumaterial mobilisiert, und Solidaritätsnetzwerke wurden aktiviert, um sofortige Unterstützung zu gewährleisten.

Nachbarn haben sich auch mit konkreten Unterstützungsgesten angeschlossen, trotz der weit verbreiteten Knappheit, die das Land betrifft.

Ein weiterer Fall, der die Schwere der Situation verdeutlicht, ist der einer kubanischen Mutter mit fünf Kindern, die alles verloren hat. Der Zyklon hat ihr Haus vollständig zerstört und sie ohne Unterkunft und Habseligkeiten zurückgelassen.

Die Frau berichtete, dass sie „nichts mehr“ habe und keine offizielle Unterstützung erhalten habe. Ihr Zeugnis spiegelt die Verzweiflung vieler anderer Kubaner wider, die neben den Folgen des Hurrikans auch mit staatlicher Vernachlässigung und der vorher bestehenden Prekarität konfrontiert sind.

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