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Die Dama in Weiß und die kubanische Aktivistin Leticia Ramos Herrería wurde von den Behörden des Regimes daran gehindert, das Land zu verlassen, als sie versuchte, in die Vereinigten Staaten zu reisen, um spezialisierte medizinische Behandlung zu erhalten.
Ramos Herrería, die bereits Anfang November festgenommen worden war, berichtete in einem Video, das auf sozialen Medien veröffentlicht wurde, dass sie von der Gruppe der Passagiere am Flughafen getrennt und in einen isolierten Raum gebracht wurde, eine gängige Praxis der Staatssicherheit gegen Oppositionelle und Menschenrechtsverteidiger.
„Zwei Mitglieder des MININT informierten mich, dass ich eine Reiseverbot hatte, weil sie nicht wollten, dass ich an einem Ereignis der Damas de Blanco in den Vereinigten Staaten teilnehme“, erklärte die Aktivistin.
Laut ihrem Zeugnis wurde sie mehrere Stunden lang festgehalten und anschließend freigelassen. Ramos Herrería machte direkt die Staatsicherheit für alles verantwortlich, was ihr passieren könnte, und erinnerte an ihre gesundheitliche Situation.
Systematische Repression gegen die Damas de Blanco
Dieser neue Akt der Repression ist kein Einzelfall. Das kubanische Regime hat in mehrfachen Fällen die Reisen von Mitgliedern der Organisation Damas de Blanco verhindert, die seit ihrer Gründung im Jahr 2003 die Freilassung politischer Gefangener fordert und die Menschenrechtsverletzungen in Kuba anprangert.
Die Aktivistinnen – international für ihre friedliche Arbeit ausgezeichnet – sind willkürlichen Festnahmen, Drohungen und Beschlagnahmungen ausgesetzt. Das Ausreiseverbot ist zu einem wiederkehrenden Instrument der Regierung geworden, um das bürgerliche Engagement zu bestrafen und es von internationaler Unterstützung zu isolieren.
Ein Leben in Gefahr und ein Land ohne Rechte
Der Fall von Leticia Ramos Herrería macht erneut die Kontroll- und Bestrafungspolitik des Regimes gegen Andersdenkende deutlich. Ihr die Reise zu verwehren, um ein ernstes Gesundheitsproblem zu behandeln, verletzt nicht nur ihre Bewegungsfreiheit, sondern auch ihr Recht auf Leben und medizinische Versorgung.
„Wenn mir etwas zustößt, wird die Verantwortung bei der Staatssicherheit liegen“, warnte Ramos Herrería in seiner Botschaft.
Während die Regierung versucht, der Welt ein Bild von Offenheit und Dialog zu vermitteln, setzt die Repression gegen die Damas de Blanco fort, mit Frauen, die – über zwei Jahrzehnte nach der Gründung der Bewegung – weiterhin festgenommen, bedrängt und mundtot gemacht werden.
Eine Geschichte des Kampfes
Mit über zwanzig Jahren Bestehen haben sich die Damas de Blanco als ein Symbol des friedlichen Widerstands in Kuba etabliert. Ihr Bild – Frauen in Weiß, die bei ihren Sonntagsmärschen Gladiolen tragen – ist zu einem Zeichen der Würde gegenüber der Repression geworden.
Unter der Leitung von Berta Soler hat die Bewegung ihren Aktivismus trotz der ständigen Belästigung durch die Staatssicherheit unerschütterlich aufrechterhalten. Die internationale Anerkennung ließ nicht lange auf sich warten: 2005 erhielten sie den Saharow-Preis für Gedankenfreiheit, der vom Europäischen Parlament verliehen wird.
Recientemente, Soler wurde mit dem Solidaritätspreis Lech Wałęsa 2025 ausgezeichnet für ihren Einsatz für die Demokratie und die Menschenrechte in Kuba.
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