Junge Betrunkene oder Drogenabhängige blockierten am Montagmorgen einen Bus des öffentlichen Verkehrs in Havanna für mehr als zwanzig Minuten in der Nähe des Parque Central.
Die Jugendlichen blockierten den Bus aus „Spaß“, berichtete das unabhängige Medium CubaNet, das ein Video des Vorfalls verbreitete.
Durante der Blockade legten sie sich auf den Boden, machten Pirouetten und inszenierten sexuelle Handlungen mitten auf der Straße, präzisiert die Information von CubaNet, die behauptet, dass ein Polizist zum Ort des Geschehens kam, aber sie nicht aufhalten konnte.
Schließlich zog sich die Gruppe, die den Bus blockierte, freiwillig zurück.
Die soziale Undiszipliniertheit und der Vandalismus prägen den Alltag der kubanischen Hauptstadt, ein weiteres Symptom des Verfalls und der strukturellen Krise, unter der die Kubaner leiden.
Im August wurde Havanna erneut Schauplatz eines Vorfalls, der die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern des öffentlichen Verkehrs gefährdet.
Die Provinzverkehrsgesellschaft hat mitgeteilt, dass ein Bus der Linie P11 morgen früh im Bereich des XI Festivals in Alamar mit Steinen beworfen wurde, was zum Bruch eines Fensters im Passagierbereich führte.
Zur selben Zeit wurde ein weiterer Stadtbus in der Avenida Boyeros, nahe der Ciudad Deportiva, mit einem Stein beworfen, als er die Route P12 bediente. Bei diesem Vorfall wurde ebenfalls ein Fenster im Passagierbereich beschädigt.
Das gleiche Transportunternehmen bezeichnete die Tat als "verwerflich" und warnte, dass diese Angriffe gegen die Lebensqualität der Bürger gerichtet seien.
Im vergangenen Jahr wurden in der kubanischen Hauptstadt mehrere Episoden von Gewalt und Vandalismus gegen den öffentlichen Nahverkehr registriert.
Ende Juli wurde ein Microbus mit Fahrgästen an Bord mit Steinen angegriffen. Wenige Tage zuvor wurde ein Fahrer während seiner Arbeitszeit mit einem Messer bedroht.
Die Wiederholung dieser Ereignisse deutet auf einen steigenden Trend von gewalttätigen Handlungen gegen öffentliche Güter hin, die neben den materiellen Schäden auch Angst und Unsicherheit unter den Bürgern erzeugen.
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