Cubana zeigt Betrug im Zusammenhang mit dem Versand von Paketen an

Warnung vor neuer Telefonbetrugsmasche in Kuba: Es werden falsche Sendungen aus dem Ausland genutzt, um Geld über Transfermóvil zu stehlen.

Yordanka GarridoFoto © TikTok @yordankagarrido

Die kubanische Content-Erstellerin Yordanka Garrido (@yordankagarrido) warnte in einem Video vor einer neuen Art von Telefonbetrug, die zahlreiche Familien auf der Insel betrifft, insbesondere in der Provinz Matanzas.

Die Betrüger rufen die Opfer an und behaupten, dass sie ein Paket aus dem Ausland erhalten haben. Um es jedoch entgegenzunehmen, müssen sie angeblich im Voraus eine Liefergebühr über die Anwendung Transfermóvil bezahlen.

In einigen Fällen verlangen die Täter von den Personen, ihre Bankdaten zu authentifizieren und Geld auf eine Karte zu überweisen, mit der Drohung, dass die Sendung zurück ins Ursprungsland geschickt wird, wenn sie dies nicht tun.

„Meine Schwiegermutter hat mir gerade geschrieben, um zu fragen, ob wir ihr etwas geschickt haben. Eine falsche Agentur ruft sie an und informiert sie, dass sie aus Matanzas kommen, um ihr ihr Paket zu bringen, aber sie müsse das Telefon benutzen und einige Schritte in Transfermóvil unternehmen. Sie verlangen, dass sie ihre Daten authentifiziert und Geld auf eine Kontonummer für die Kosten des Postpakets überweist, und falls sie das nicht tut, wird ihr das Paket nicht übergeben“, berichtete Garrido.

Glücklicherweise reagierte die Schwiegermutter schnell auf den Betrugsverdacht.

"Sie sagte, dass sie in diesem Moment keine Verbindung hatte und die Zahlung nicht durchführen konnte. Sie rief uns sofort an, weil sie über die Ankunft eines Pakets nicht informiert war. Ich erzähle euch das, damit weder die Leute aus Kuba noch die Leute hier (USA) auf den Betrug hereinfallen“, erklärte sie in ihrem Video.

Nach ihrer Meldung bestätigten mehrere Nutzer in sozialen Netzwerken, dass sie dieselbe Situation erlebt hatten, insbesondere Bewohner in Matanzas und der Gemeinde Colón, was darauf hindeutet, dass die Betrüger in dieser Region aktiv sind.

Diese Art von Betrug ist in Kuba nicht neu, hat sich jedoch mit dem Aufstieg des digitalen Handels und mobiler Überweisungen verstärkt. In den meisten Fällen gelingt es den Betroffenen nicht, ihr Geld zurückzuerhalten, da die kubanischen Bankenbehörden behaupten, sie könnten die freiwillig von den Nutzern durchgeführten Transaktionen nicht rückgängig machen.

Die Beschwerden weisen auf das Fehlen von Kontrolle und Überwachung der digitalen Transaktionen hin, in einem Kontext, in dem die Kubaner zunehmend auf Plattformen wie Transfermóvil und EnZona angewiesen sind, um ihre täglichen Zahlungen abzuwickeln.

Die Fachleute und Nutzer warnen davor, persönliche oder bankbezogene Daten am Telefon zu teilen und empfehlen, Informationen zu Sendungen oder Überweisungen direkt bei den offiziellen Agenturen oder bei Angehörigen im Ausland zu überprüfen, bevor man eine Transaktion durchführt.

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