Ana Sofía und ein junger Kubaner erklären, warum das Embargo der USA nicht die Hauptursache für die Krise auf der Insel ist



Ana Sofía Benítez und Ernesto Medina kritisierten das Regime und argumentierten, dass die Krise in Kuba mehr auf das wirtschaftliche Modell und das interne Management als auf das Embargo der USA zurückzuführen sei. Sie hoben als Hauptursachen die fehlende Demokratie und die Korruption hervor.

Ana Sofía und Ernesto MedinaFoto © Videoaufnahme Instagram / el4tico

Die Influencerin aus Kuba Ana Sofía Benítez Silvente, bekannt für ihre kritischen Videos und ihren direkten Ton gegen das Regime, sorgte erneut für Diskussionen in den sozialen Medien, nachdem sie auf Instagram eine neue Analyse über das Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba veröffentlicht hat.  

Begleitet von dem jungen kubanischen Künstler Ernesto Medina, bekannt als Tico von el4tico, ging die Schöpferin das Thema mit klaren Argumenten an und entblößte die offizielle Erzählung, die ausschließlich das Embargo für die Krise des Landes verantwortlich macht. 

„Die US-Gesetze, wie das Helms-Burton-Gesetz, zielen darauf ab, einen Regimewechsel herbeizuführen, aber die Stagnation, die Armut und das Fehlen von Entwicklung in Kuba sind das Ergebnis des eigenen Wirtschaftsmodells und der innerpolitischen Verwaltung“, erklärte Ana Sofía.

Beide vertraten die Auffassung, dass, obwohl das Embargo einschränkt und bestrafen kann, das eigentliche Problem in einem System liegt, das „sich an die autoritäre Kontrolle und den Mangel an Transparenz klammert“ und dabei seine politische Hegemonie über das Wohl der Bürger stellt.

Die jugendlichen warneten, dass der kubanische Staat “es vorzieht, die Macht zu bewahren, anstatt Räume für Demokratie und Modernisierung zu öffnen”, eine Haltung, die ihrer Meinung nach “durch Machtinteressen, Korruption und das Fehlen des Willens, Veränderungen zuzulassen, aufrechterhalten wird.”  

Sie berichteten auch, dass das Regime versucht, “die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Information” zu kontrollieren, sowie jede Abweichung “auf Kosten des Lebens und der Freiheit der Bürger” zu bestrafen.

Die Botschaft folgte der Linie anderer jüngster Veröffentlichungen von Ana Sofía, in denen sie die Doppelmoral des Kastrosystems, die offizielle Zensur und die Manipulation des politischen Diskurses angeprangert hat.

In früheren Videos hat er das Recht der Jugendlichen verteidigt, sich ohne Angst auszudrücken, und hat Humor als Mittel genutzt, um die Heuchelei der Macht aufzuzeigen.

Das neue Video endete mit einem Satz, der seine Botschaft zusammenfasst: „In Anbetracht der Dinge leugnet, wer diese Realität nicht akzeptiert, nicht aus Mangel an Informationen, sondern aus Angst, sich einer unbequemen Wahrheit zu stellen.“

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