Johana Tablada antwortet auf Trump und mobilisiert die digitale Armee des kubanischen Regimes: „Vaterland oder Tod, wir werden siegen!“



Die kubanische Diplomatin antwortete Präsident Trump, indem sie ein digitales Heer in den sozialen Medien mobilisierte, das auf Slogans und veralteter Propaganda basierte. Ihre Botschaft spiegelte die politische Nervosität in Havanna angesichts des Drucks der USA wider.

Johana Tablada de la Torre und Donald TrumpFoto © Cubadebate - whitehouse.gov

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Die Funktionärin des kubanischen Ministeriums für auswärtige Beziehungen, Johana Tablada de la Torre, reagierte scharf auf die Botschaft des US-Präsidenten Donald Trump, der Havanna aufgefordert hatte, “ein Geschäft zu machen, bevor es zu spät ist”.  

En ihrem Facebook-Konto schrieb die Botschafterin in Mexiko und stellvertretende Direktorin für Nordamerika des MINREX: “Beim Lesen der sonntäglichen Bedrohung für Kuba durch den Chef des Gangster-Kartells der Vereinigten Staaten, berührt: ¡Patria o Muerte, Venceremos!”.

Bildschirmaufnahme Facebook / Johana Tablada

Die Veröffentlichung löste sofort eine Flut von koordinierten Reaktionen von regimetreuen Profilen aus, die viele Nutzer bereits als Aktivierung des „Ciberclarias“-Teams beschreiben, der digitalen Kommentatoren, die dafür zuständig sind, die offizielle Rhetorik in sozialen Netzwerken zu verstärken.

In weniger als einer Stunde wiederholten Hunderte von Nachrichten die gleichen Parolen: „#CubaEstáFirme“, „#AquíNoSeRindeNadie“, „#PatriaOMuerteVenceremos“ und andere Variationen des fidelistischen Mantras.

Einige Nutzer zitierten Sätze von José Martí und Antonio Maceo, während andere Bilder mit patriotischen Slogans, Denkmälern und Flaggen veröffentlichten, und dem gewohnten Muster der digitalen Mobilisierung folgten, das das Regime jedes Mal fördert, wenn es eine externe Bedrohung wahrnimmt. 

Der Ton von Tablada de la Torre und die orchestrierte Reaktion stimmen mit dem Klima der politischen Nervosität in Havanna überein, nachdem die Botschaften aus Washington Kuba direkt für die Aufrechterhaltung von Sicherheits- und Repressionsnetzwerken in Venezuela während der Regierungen von Chávez und Maduro verantwortlich machen.

Während der Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla eine diplomatischere Antwort wählte und bestritt, dass Kuba Zahlungen für Sicherheitsdienste erhalten habe, stellte sich Tablada hinter die kämpferische Rhetorik des klassischen Kastorismus.  

Seine Botschaft, begleitet vom digitalen Gesang der Loyalen, wollte ein Bild der Stärke vermitteln… doch im aktuellen Kontext klang es mehr nach verzweifelter Verteidigung als nach heldenhaftem Herausforderungsgeist.

In den sozialen Medien haben viele Nutzer ironisiert: „Wenn sie die Clarias aktiviert haben, dann liegt das Wasser ihnen bereits bis zum Hals.“

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