Que Fox News, eines der einflussreichsten Medien im pro-Trump-Ökosystem in den Vereinigten Staaten, Miguel Díaz-Canel in den Mittelpunkt seiner Berichterstattung stellt, bleibt nicht unbemerkt. Der konservative Sender präsentierte den kubanischen Regierungschef als einen „herausfordernden“ Führer angesichts des Drucks von Donald Trump und betonte eine Rede voller Epik und Konfrontation.
In einem am Montag veröffentlichten Artikel hob Fox News die Worte des kubanischen Staatsoberhaupts hervor, in denen er betonte, dass die Insel bereit sei, sich „bis zum letzten Tropfen Blut“ zu verteidigen und dass „niemand uns diktiert, was wir tun“. Diese Sätze bildeten den Mittelpunkt der Überschrift und des Schwerpunkts des Textes, der sich an ein Publikum richtet, das die strenge Politik Washingtons gegenüber Havanna genau verfolgt.
Das Medium erinnerte daran, dass die Reaktion von Díaz-Canel auf eine Nachricht von Trump in Truth Social erfolgte, in der der US-Präsident Kuba aufforderte, „ein Abkommen zu erzielen, bevor es zu spät ist“. Fox stellte die Antwort des kubanischen Regierungschefs als direkte Warnung dar und verstärkte die Vorstellung eines kompromisslosen politischen Konflikts zwischen beiden Regierungen.
Die Veröffentlichung gab auch der offiziellen Erzählung von Havanna Raum, die die schwere Wirtschaftskrise des Landes erneut den US-Sanktionen zuschreibt. Laut Fox News bestand Díaz-Canel darauf, dass die Mängel, unter denen die kubanische Bevölkerung leidet, das Ergebnis jahrzehntelanger Druckausübung durch Washington sind und nicht auf interne Fehler des Systems zurückzuführen sind.
Der Artikel wurde von Reaktionen aus dem Süden Floridas begleitet. Der republikanische Kongressabgeordnete Carlos Giménez, der in Kuba geboren wurde, reagierte scharf auf die Äußerungen des Präsidenten und beschuldigte die führende Kaste, sich wie die Besitzer der Insel zu fühlen, und betonte, dass „ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt“.
Parallel erinnerte das US-Medium an die fragile energetische Lage Kubas und seine historische Abhängigkeit vom venezolanischen Öl, einen Faktor, der laut dem Medium nach den jüngsten Ereignissen in Venezuela und der von der Casa Blanca eingenommenen Haltung noch stärker gefährdet ist.
Más allá des politischen Austauschs bringt die Berichterstattung von Fox News Kuba erneut ins Bewusstsein des konservativen amerikanischen Publikums, als ein Regime, das mit Slogans des Widerstands reagiert, während das Land eine der schlimmsten wirtschaftlichen und sozialen Krisen der letzten Jahrzehnte durchlebt.
Für Millionen von Kubanern innerhalb und außerhalb der Insel stehen diese hochtrabenden Phrasen im Kontrast zu einer Realität, die von Stromausfällen, Knappheit und einem unaufhörlichen Exodus geprägt ist.
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