Trump macht auffällige Vorhersage über Venezuela im Wirtschaftsforum von Davos




In seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos überraschte der amerikanische Präsident Donald Trump die internationale Gemeinschaft mit einer kühnen Vorhersage über die unmittelbare Zukunft Venezuelas.

In einem triumphalistischen Ton und nach der Analyse des neuen politischen Szenarios in Caracas, versicherte der Präsident, dass das südamerikanische Land "in den nächsten sechs Monaten mehr Geld verdienen wird als in den letzten zwanzig Jahren", dank eines mit den USA geschlossenen Ölabkommens nach der Ergreifung von Nicolás Maduro.

Eine unerwartete Zusammenarbeit nach dem Sturz von Maduro

Trump begann seine Rede mit der Hervorhebung dessen, was er als „radikalen Wechsel“ im venezolanischen Führung bezeichnete.

Er erklärte, dass die neuen Behörden nach dem Militäroperation am 3. Januar in Caracas – bei der Nicolás Maduro unter dem Vorwurf des Drogenhandels gefangen genommen wurde – zügig handelten, um einen Rahmen für die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten zu schaffen.

„Die Führer des Landes waren sehr gut (...), sehr, sehr klug“, sagte Trump vor Unternehmern und Staatschefs, die in der Schweiz versammelt waren.

„Nachdem der Angriff vorbei war, sagten sie: ‚Lass uns einen Deal machen‘“, fügte er hinzu.

Der Präsident sprach ausdrücklich von Delcy Rodríguez, der ehemaligen Vizepräsidentin von Maduro und aktuellen Kopf der venezolanischen Übergangsregierung, als einer Schlüsselperson in dieser neuen Phase.

Rodríguez übt, neben der Wahrung der politischen Kontrolle, auch das Amt der Ministerin für Kohlenwasserstoffe in einem Kontext aus, in dem Washington den internationalen Verkauf von venezolanischem Rohöl kontrolliert.

Venezolanisches Öl: das Versprechen eines Aufschwungs

Trump betonte die Größe des Abkommens: Die Vereinigten Staaten haben 50 Millionen Barrel hochwertigen venezolanischen Öls erworben, eine Operation, die - wie er erklärte - sowohl Caracas als auch Washington zugutekommen wird.

„Wir helfen ihnen, und wir werden diese 50 Millionen Barrel mit ihnen teilen. Sie werden mehr Geld verdienen, als sie seit langer Zeit gemacht haben“, bestätigte er.

Der Präsident kündigte an, dass es Venezuela „fantastisch gut gehen wird“, dank der Wiederbelebung seiner Energieindustrie mit direkter Beteiligung amerikanischer Unternehmen.

Según sus palabras, das Land wird eine beispiellose finanzielle Erholung erleben: „Venezuela wird in den nächsten sechs Monaten mehr Geld [mit Öl] machen als in den vergangenen 20 Jahren.“

Nichtsdestotrotz weisen Nachrichtenagenturen darauf hin, dass diese Aussagen im Widerspruch zu den Warnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) stehen, die am Mittwoch erneut darauf hingewiesen hat, dass venezolanisches Rohöl extr schwer ist und kostspielige sowie komplexe Prozesse für dessen Förderung und Raffinierung erfordert.

Die AIE bezweifelt, dass das Land kurzfristig wieder seine historischen Produktionsniveaus erreichen kann, selbst mit ausländischen Investitionen.

Erste Einnahmen und wirtschaftliche Prioritäten

Delcy Rodríguez bestätigte am Dienstag, dass die ersten Einnahmen aus dieser neuen Phase des Ölverkaufs bereits in die venezolanischen Kassen fließen.

„Durch den Verkauf von Öl sind 300 Millionen von den vorgesehenen 500 Millionen Dollar eingegangen“, informierte er in einer Fernsehansprache über den staatlichen Kanal VTV.

Rodríguez versicherte, dass diese Ressourcen für wirtschaftspolitische Schutzmaßnahmen verwendet werden: „Die Einnahmen werden dazu dienen, das Einkommen der Arbeitnehmer zu finanzieren und die Kaufkraft der Venezolaner angesichts der Inflation sowie der negativen Auswirkungen der Schwankungen auf dem Devisenmarkt zu schützen.“

Schlussfolgerung: Eine neue energie- und politikordnende Struktur

Die Rede von Trump in Davos markierte nicht nur einen Wendepunkt in der amerikanischen Politik gegenüber Venezuela, sondern skizziert auch ein geopolitisches Szenario, in dem die Kontrolle über das Öl und strategische Allianzen die Machtverhältnisse in Lateinamerika neu gestalten.

Wenn die Versprechen einer wirtschaftlichen Blüte Wirklichkeit werden, könnte Venezuela eine neue Phase der Erholung einleiten, obwohl es starke externe Abhängigkeiten und ungelöste strukturelle Herausforderungen gibt.

Dennoch bestehen Zweifel an der Nachhaltigkeit dieses Modells, seiner internen Legitimität und dem tatsächlichen Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen Caracas und Washington in einem Land, das von Jahren politischer, wirtschaftlicher und sozialer Krisen verwüstet wurde.

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