Die kubanische Moderatorin Laritza Camacho reagierte indirekt, aber eindeutig auf den umstrittenen Satz der offiziellen Journalistin Arleen Rodríguez Derivet, die versuchte, die Stromausfälle in Kuba damit zu rechtfertigen, dass José Martí "das elektrische Licht nicht kannte und ein Genie war".
“Sigan jugando a dar vueltas en casa del trompo, pero no jueguen con Martí donde habita su pueblo", sentenció Camacho en una breve Veröffentlichung en su perfil de Facebook en las últimas horas.
„Martí ist vielleicht das einzige Licht, das uns bleibt. Respektiert ihn“, fügte er hinzu, neben einem Foto der Martí-Skulptur im Parque Central.

Obwohl die Veröffentlichung Rodríguez Derivet nicht erwähnt, deutet sie klar auf das Thema hin, das in den letzten Stunden die sozialen Medien überschwemmt hat.
El contexto: Una frase fuera de lugar
Die Kontroverse entstand nach der Verbreitung eines Ausschnitts aus einem vor Monaten aufgenommenen Interview zwischen Arleen Rodríguez und dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa in den sozialen Medien.
Durante la conversación, transmitida por RT en Español, la periodista cubana intentó relativizar las consecuencias de los cortes eléctricos con un comentario que ha desatado indignación generalizada:
„José Martí kannte das elektrische Licht nicht und war ein Genie, er schrieb wie die Götter; ich wünschte, ich könnte eine Zeile wie Martí mit eingeschaltetem Licht schreiben.“, apuntó la periodista oficialista.
Correa, sichtbar unwohl, unterbrach mit einer scharfen Antwort: „Aber Arleen, wir sind im 21. Jahrhundert.“
Aunque el incidente tuvo lugar en noviembre, la entrevista se ha vuelto viral ahora, en medio de apagones que superan las 40 horas continuas en varias provincias de Cuba.
En ese contexto, comparar la falta de electricidad con las condiciones en que vivió Martí no solo es una torpeza, sino una burla al sufrimiento cotidiano de millones de cubanos.
Laritza Camacho hat mit ihrer kurzen Veröffentlichung eine moralische Grenze gegenüber denen gezogen, die das martianische Gedankengut zu politischen Zwecken instrumentalisieren.
Su mensaje ha sido ampliamente compartido y aplaudido, y ha generado una ola de reacciones, articuladas desde la dignidad, la memoria y la claridad histórica.
Enmitten der nationalen Frustration über die endlosen Stromausfälle sehen viele in den Worten von Camacho eine notwendige Verteidigung: a Martí wird nicht zitiert, um zu verdunkeln, sondern um zu erleuchten.
Die öffentliche Empörung: „Mit Martí, nein“
Der Kommentar von Arleen Rodríguez löste eine Welle von Kritik, Sarkasmus, Empörung und Schmerz aus.
Die Veröffentlichung von Laritza Camacho hat dieses kollektive Gefühl mit einer Einfachheit kanalisiert, die tief berührt.
Las reacciones coincidenn en la necesidad de trazar una línea roja:
“Martí no es excusa para justificar la oscuridad.”
“Si vamos a hablar de sacrificio, que sea con respeto y conocimiento.”
“A Martí no se le toca, ni con la luz apagada.”
“La dignidad del pueblo también se apaga cuando se manipula su historia.”
Muchos recordaron queDie Verwendung von Martí zur Legitimation der Prekarität ist eine wiederkehrende Praxis im offiziellen Diskurs, doch diesmal wurde eine gefährliche Grenze überschritten: die, die Geschichte im Namen der Propaganda zu leugnen.
Andere wiesen auf den Kontrast zwischen dem Komfort derjenigen hin, die aus gut beleuchteten Studios sprechen, und der Realität derjenigen, die zwischen Kerzen, Mücken und verdorbenen Lebensmitteln leben.
Der Satz von Rodríguez schien die totale Diskrepanz zwischen den Sprechern der Macht und dem wirklichen Leben einzufangen.
“No se puede hablar de Martí mientras se vive con privilegios y el pueblo a oscuras.”
“No me pongan en lo oscuro, dijo él mismo. Pero ustedes insisten.”
Es gab auch solche, die mit scharfem Humor das allgemeine Gefühl zusammenfassten: „Zuerst war der Reis asiatisch. Jetzt ist der Strom egal. Was kommt als Nächstes, in Lendenschurz herumlaufen?“
Martí sí conoció y escribió sobre la electricidad
Más allá de la polémica, hay un hecho incontrovertible: José Martí no solo conoció la electricidad, sino que escribió sobre ella con admiración y profundidad.
Während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten -hauptsächlich in New York- wurde Martí Zeuge des Aufkommens elektrischer Beleuchtung und des Fortschritts der Wissenschaft auf diesem Gebiet.
Entre 1882 y 1884 publicó numerosos artículos en revistas como La América, La Opinión Nacional y La Nación, donde abordó con entusiasmo las innovaciones tecnológicas de su tiempo.
En La Edad de Oro, dirigida a los niños de América Latina, Martí menciona expresamente la “luz eléctrica” entre los grandes logros de la civilización.
Y en una crónica desde Nueva York, escribió: “¡Hermosa luz eléctrica! … el aire blando iluminado, como con reflejos de alas de ángeles…”
Er hinterließ auch äußerst aktuelle Überlegungen:
„Unter den Träumen des Menschen gibt es einen schönen: die Nacht zu beseitigen.“
Zu den Titeln seiner Artikel gehören: Fortschritte der elektrischen Wissenschaft, Das Licht von Edison, Neueste Wunder der Elektrizität, Elektroautos und Die Ausstellung in Boston, unter anderem.
In ihnen beschrieb er Erfindungen, Technologieschauen und neue Anwendungen der Elektrizität in Banken, Theatern, Fabriken und Straßen.
Una línea que no se debe cruzar
Der Fehler von Arleen Rodríguez war nicht nur ein Mangel an historischem Strenge, sondern eine ethische Beleidigung. In einem Land, in dem Dunkelheit zur Routine geworden ist, die gegenwärtige Prekarität mit dem Kontext des 19. Jahrhunderts zu vergleichen, bedeutet, den Rückschritt zu normalisieren und die Bestrebungen nach Fortschritt zu tilgen.
El legado de Martí no puede seguir siendo manipulado a conveniencia de quienes buscan justificar el colapso. Como escribió una comentarista, con amarga ironía:
„Jetzt stellt sich heraus, dass Martí auch der geistige Urheber der Stromausfälle ist.“
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