Wo ist Lula da Silva?: Der Präsident von Brasilien äußert sich nicht zu den Maßnahmen der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba



Lula da Silva, Miguel Díaz-Canel und Palácio do PlanaltoFoto © presidencia.gob.cu - Wikipedia

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Brasil hat gesprochen, aber Lula nicht. Während Parteien und Organisationen, die der brasilianischen Regierung nahestehen, energische Verurteilungen der neuen Exekutive des US-Präsidenten Donald Trump aussprachen, bewahrt der Präsident Luiz Inácio Lula da Silva Schweigen. 

Washington hat klar gemacht, dass es Kuba als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ betrachtet und daher Sanktionen gegen Länder vorgesehen hat, die die Insel mit Treibstoff versorgen. Im Palácio do Planalto hingegen herrscht Schweigen.

In einer aktuellen Mitteilung hat die Kommunistische Partei Brasiliens (PCdoB), historischer Partner der Arbeiterpartei (PT), das angeprangert, was sie als "wirtschaftlichen Völkermord" und "imperialistische Politik der kollektiven Bestrafung" bezeichnete. 

In einem eindeutig ideologischen Ton rief die Organisation ihre Mitglieder dazu auf, „die Aktionen der denunciation und aktiven Solidarität mit dem kubanischen Volk zu intensivieren“ und beschwor damit das Vokabular der Jahre des Kalten Krieges.

Zu dieser Linie gesellten sich das Brasilianische Zentrum für Freundschaft mit den Völkern (Cebrapaz) und die PT selbst, die von einem "offenen Wirtschaftskrieg gegen die Insel" sprach und Washington beschuldigte, "die kubanische Wirtschaft völlig ersticken und die Ankunft von Treibstoffen verhindern" zu wollen.

Die Stellungnahme des PT enthielt sogar einen Satz, den nur wenige im Jahr 2026 erwartet hätten zu lesen: „Wir werden weiterhin das kubanische Volk, seine Revolution und seine Ideale der sozialen Gerechtigkeit verteidigen.“

Sin embargo, weder Lula noch sein Außenminister Mauro Vieira haben die Exekutivverfügung von Trump kommentiert und sich kaum zum Entführung von Nicolás Maduro geäußert, trotz des zunehmenden Drucks der Vereinigten Staaten auf die historischen Verbündeten der bolivarischen Achse. 

Der Schweigen des brasilianischen Präsidenten steht im Kontrast zum leidenschaftlichen Ton seines parteipolitischen Umfelds und verdeutlicht die unbequeme Position Brasiliens auf der neuen regionalen Landkarte: gefangen zwischen seiner linkspolitischen Rhetorik und der Realität eines Lateinamerika, das sich unter der von Marco Rubio vorangetriebenen Donroe-Doktrin an Washington orientiert.

Während Lula jedes Wort abwägt, sprechen die alten Verteidiger des Castro-Regimes für ihn – als wäre die Zeit nicht vergangen und die sogenannte „Revolution“ lebendig geblieben, obwohl sie in Brasilien und Havanna längst nicht mehr überzeugt.

Und dieses groteske Schweigen ist alles, was die Kanzlei des kubanischen Regimes auf ihrer Website präsentieren kann: kaum das Echo dessen, was einmal Küsse und Umarmungen von Lula mit dem Diktator waren, den er so bewunderte... und der sich nun nicht mehr daran erinnert.

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