
Verwandte Videos:
Zwei kubanische Migranten sind am vergangenen Freitag aus einem Abschiebezentrum in der Fairbanks Road in George Town, Cayman-Inseln, entkommen, wie die Royal Cayman Islands Police Service (RCIPS) bestätigte.
Laut einem Sprecher der Pressestelle der Polizei ereignete sich die Flucht vor kurzem, und es wurden bereits Maßnahmen zur Lokalisierung der Flüchtigen eingeleitet. „Im Moment glauben wir nicht, dass sie gefährlich sind. Es werden bereits Anstrengungen unternommen, um sie zu finden, und weitere Informationen werden veröffentlicht“, erklärte die Behörde, zitiert von dem lokalen Medium Cayman Compass.
Der Bericht weist darauf hin, dass die Migranten in der Regel mit wenig Geld auf der Insel ankommen, wobei jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, dass die geflüchteten Kubaner über vorherige Kontakte im Gebiet verfügen. Die Behörden erinnerten die Bewohner daran, dass es ein Verbrechen ist, Migranten in irregulärer Situation Zuflucht zu gewähren oder ihnen zu helfen.
Cayman Compass gab zudem an, dass sie die RCIPS gebeten hat, Bilder zu veröffentlichen, die während des Identifizierungsprozesses der Migranten aufgenommen wurden, sowie Details zu möglichen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen in der Umgebung des Hafens, obwohl bis jetzt nicht berichtet wurde, ob die Polizei dieser Anfrage nachkommen wird.
Bis jetzt ist Cayman Compass
Dieser Vorfall ereignet sich im Kontext zunehmender Aufmerksamkeit auf die Migrationssituation in den Kaimaninseln. Die Behörden des britischen Überseegebiets haben damit begonnen, Notfallpläne für die Möglichkeit einer neuen Welle irregulärer Migration aus Kuba zu entwerfen, angesichts regionaler Spannungen und wirtschaftlicher Veränderungen, die die Situation auf der Insel verschärfen könnten, wie die Gouverneurin Jane Owen und andere hochrangige Beamte im Januar 2026 bestätigten.
Die Besorgnis hat zugenommen nach jüngsten regionalen Ereignissen, die sich direkt auf die kubanische Wirtschaft auswirken könnten, was laut den lokalen Behörden dazu führen könnte, dass mehr Menschen versuchen, per Boot nahegelegene Ziele wie die Kaimaninseln zu erreichen. In diesem Zusammenhang arbeitet ein Fachkomitee mit Sicherheitsbehörden zusammen, um einen möglichen Anstieg von Migranten vorherzusehen und darauf zu reagieren, einschließlich der Koordination von Geheimdienstinformationen mit regionalen Partnern.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Fluchtversuch von kubanischen Gefangenen im Zentrum von Fairbanks registriert wird. Im Jahr 2025 wurde eine Frau, die in Bodden Town lebt, beschuldigt, mindestens sieben kubanische Migranten bei der Flucht aus dem gleichen Gefängniszentrum geholfen zu haben, indem sie Transport, vorübergehende Unterkünfte und Unterstützung zur Umgehung der Festnahme durch die Behörden bereitstellte, wie damalige Medien berichteten.
Die caymanischen Behörden haben ihre Einwanderungsvorschriften verschärft. Im Jahr 2024 führte die Regierung die Pflicht eines Transitvisums für kubanische Staatsbürger ein, um die Nutzung des Gebiets als alternative Route zu anderen Zielen, einschließlich der Vereinigten Staaten und zentralamerikanischer Länder, einzuschränken.
In den letzten Monaten wurden auch Abschiebungen von Kubanern von den Kaimaninseln gemeldet. Im März 2025 kam ein Flug aus dem Archipel in Havanna mit 11 abgeschobenen Kubanern an, wie das Innenministerium (MININT) mitteilte.
Die Polizei hat bis jetzt weder die Identität der geflohenen Migranten noch Einzelheiten darüber, wie sie entkommen konnten, veröffentlicht.
Archiviert unter: