José Daniel Ferrer wagt es herauszufinden, wer die "Delcy Rodríguez" von Kuba wäre



Der politische Gefangene José Daniel Ferrer (Referenzbild)Foto © Captura von Facebook/CiberCuba Noticias

Der ehemalige politische Gefangene, José Daniel Ferrer, wagte es, ein paar Namen zu nennen, als er in einem kürzlichen Interview gefragt wurde, wer die mögliche "Delcy Rodríguez" in Kuba sein könnte, das heißt, die Schlüsselperson im Falle eines politischen Übergangs.

Während seiner Teilnahme an der Sendung Telemundo 51, "Encuentro Virtual" - mit der Journalistin Gloria Ordaz - nannte der Gründer der Patriotic Union of Cuba (UNPACU) ein paar Namen, wobei der zweite ziemlich überraschend und im kubanischen politischen Umfeld unbekannt war.

Óscar Pérez-Oliva Fraga, der Erste auf der Liste

Der erste Name, der von Ferrer erwähnt wurde, ist Óscar Pérez-Oliva Fraga, der aktuelle stellvertretende Ministerpräsident von Kuba und Großneffe von Fidel und Raúl Castro, ein Verwandtschaftsverhältnis, das nicht unbemerkt bleibt, wenn man die Zusammensetzung der realen Macht auf der Insel bewertet.

Según erklärte der Opponent, Pérez-Oliva Fraga „könnte innerhalb der Machtstruktur des kubanischen Regimes an Bedeutung gewinnen“, eine Behauptung, die sich auf den kontinuierlichen Aufstieg des Beamten innerhalb der Regierungsoberhäupter in den letzten Monaten stützt.

Derzeit bekleidet er Schlüsselpositionen in den Bereichen Handel und Investitionen, was ihn zu einer einflussreichen Person für Sektoren macht, die an einem möglichen kontrollierten Übergang interessiert sind.

Obwohl er außerhalb des offiziellen Rahmens wenig bekannt ist, macht sein Nachname und die strategische Lage in kritischen Wirtschaftsbereichen ihn für einige Analysten zu einem möglichen Gesprächspartner zwischen der traditionellen Macht und den Überlebensinteressen des Regimes unter internationalem Druck.

Ana María Mari Machado: Im Zentrum der Gerüchte

Dennoch beschränkte sich Ferrer nicht auf nur einen Namen.

In seiner Intervention stellte er fest, dass in den letzten Tagen eine wichtige Ankündigung von der Macht vorbereitet worden sein könnte, und dass in diesem Kontext „von Ana María Mari Machado“ die aktuelle Vizepräsidentin der Nationalversammlung der Volksmacht und auch des Staatsrates gesprochen werden könnte.

Ferrer bezeichnete sie als “eine Figur zweiter Ordnung”.

Ana María Mari Machado (Foto: Facebook/Asamblea Nacional de Cuba)

Wer ist Ana María Mari Machado?

N geboren am 22. Mai 1963 in Calabazar de Sagua, Encrucijada, damals Provinz Las Villas, Ana María Mari Machado ist von Beruf Anwältin und spezialisiert auf Strafrecht.

Ihre institutionelle Karriere begann im justiziellen Bereich, wo sie als juristische Beraterin, Richterin und Präsidentin des Volksgerichts von Encrucijada tätig war. Anschließend präsidierte sie das Volksgericht der Provinz Villa Clara.

Ihr Aufstieg im Justizsystem setzte sich fort, bis sie zur Vizepräsidentin des Obersten Volksgerichts ernannt wurde, von wo aus sie den Sprung in die Politik wagte.

Sie wurde zur Delegierten der Provinzversammlung der Volksmacht, zur Präsidentin der Nationalen Wahlkommission (2010) und zur Abgeordneten des Gemeinde Quemado de Güines, Villa Clara, ernannt.

Seit 2012 nimmt sie das Amt der Vizepräsidentin der Nationalversammlung der Volksmacht ein, wurde 2018, 2019 und 2023 wiedergewählt und ist zudem Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas.

Ihre Rolle innerhalb der formalen Strukturen des Staates macht sie zu einer Figur institutioneller Kontinuität, auch wenn sie weder über eine gefestigte populäre Führung noch über internationale Sichtbarkeit verfügt.

Eine Debatte mit tiefgreifenden Implikationen

Die Aussagen von Ferrer öffnen nicht nur die Debatte über konkrete Namen, sondern auch über die interne Dynamik der kubanischen Macht und deren mögliche Re-Konfiguration angesichts externen Drucks.

Der Oppositionsführer, mit jahrelanger Erfahrung in und außerhalb der Gefängnisse des Regimes, schlägt keine demokratische Nachfolge vor, sondern eine mögliche Maneuver zur Erhaltung der Macht in neuer Form, wie es bereits in Venezuela geschehen ist.

Die Erwähnung von Delcy Rodríguez ist an sich eine Warnung: Figuren, die Komplizen oder Akteure des autoritären Apparats waren, können als angebliche Garanten für Übergang oder Stabilität recycelt werden, ohne dass es zu einem strukturellen Wandel kommt.

Ferrer ließ eine der Schlüsselfaktoren des kubanischen Systems nicht unberührt: “In Kuba gibt es keine demokratischen Mechanismen zur Wahl von Führungspersönlichkeiten wie in anderen Ländern.

Daher ist es entscheidend - in seinen Worten und in der anschließenden Analyse - zu beobachten, wer dem Machtzentrum am nächsten steht, wer strategische Positionen einnimmt und welche Namen bei einer möglichen Neugestaltung der Führung präsentiert werden könnten.

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