Der kubanische Content-Creator @yasevids (YASE) löste in den sozialen Medien eine Diskussion mit einem Video aus, das voller politischer und kultureller Symbole steckt.
In den Bildern, die an verschiedenen Orten Havannas aufgenommen wurden, wird die Alltagsrealität der kubanischen Hauptstadt gezeigt, mit ihren maroden Straßen, ernsten Gesichtern und einer Stadt, die von Abnutzung geprägt ist.
Das audiovisuelles Material wird von einem Audioausschnitt aus dem Film José Martí: El ojo del canario (2010), der von Fernando Pérez inszeniert wurde, begleitet.
Man hört die Stimme des Schauspielers, der Martí verkörpert, in dem Moment, in dem er über das Recht auf freien Ausdruck in Kuba nachdenkt. Die Wahl ist nicht zufällig.
Die Botschaft des Proponenten hallt im aktuellen Kontext der Insel stark wider, wo die Meinungsfreiheit stark eingeschränkt und die Opposition verfolgt wird.
Die Kombination aus zeitgenössischen Bildern und der Rekreation der martianischen Stimme fungiert als impliziter Hinweis auf die nach wie vor bestehende historische Schuld in Kuba.
Das Video "passt wie die Faust aufs Auge" zur Realität eines Landes, in dem freies Sprechen weiterhin einen hohen Preis hat.
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