Lis Cuesta, die Ehefrau des kubanischen Staatschefs Miguel Díaz-Canel, veröffentlichte am Montag in ihren sozialen Netzwerken eine knappe Nachricht, die von einem Video des Movimiento Juvenil Martiano begleitet wurde.
Ihr Text beschränkte sich auf einen Satz: “Es lebe das freie Cuba!”, ohne Kommentare, Analysen oder eigene Meinungen zum Video hinzuzufügen, in dem behauptet wird, dass José Martí das Recht auf Denken verteidigte, aber es einen Unterschied zwischen dieser Idee und der “Freiheit des Denkens” gibt.
Der Autor des Videos verwendet als Aufhänger einen martianischen Satz und lenkt das Thema abrupt zu einer Kontroverse in sozialen Medien, nachdem einige Kubaner um Unterstützung der Vereinigten Staaten bitten, um auf der Insel einzugreifen und die Diktatur zu beenden.
„Niemand hat das Recht, eine ausländische Intervention in seinem eigenen Land zu verlangen. Das ist kein Gedanke, das ist die Abgabe der Souveränität“, behauptet das audiovisuelle Material.
Die Beiträge von Cuesta werden zunehmend sporadischer und eindimensionaler. Er widmet sich der Wiederholung offizieller Botschaften oder der Reproduktion von Aussagen von Díaz-Canel, ohne eigene Ansichten einzubringen.
Die neue Botschaft der "nicht ersten Dame Kubas" kommt in einem Kontext intensiver politischerDebatten innerhalb und außerhalb des Landes, geprägt von internationalem Druck, einer komplexen Energiesituation, steigender extremer Armut und zunehmender Kritik am Regime.
Der Appell an die Souveränität und das martianische Erbe rückt erneut in den Mittelpunkt der offiziellen Rhetorik, während weite Teile der Bevölkerung tiefgreifende Veränderungen in Kuba fordern, insbesondere in Bereichen, in denen die Regierung offen erklärt hat, dass sie nicht bereit ist, zu verhandeln.
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