Miguel Díaz-Canel gratulierte am Montag der Regierung und dem Volk Chinas zum Beginn des Mondneujahrs, jedoch führte seine Botschaft zu einer Welle von Kritik und Spott in den sozialen Medien.
In einem Video und mehreren Tweets überbrachte der Staatschef „im Namen der Partei, der Regierung und des kubanischen Volkes“ seine Wünsche nach „Glück, Gesundheit und Wohlstand“ an das „liebe und brüderliche Volk“ Chinas.
Außerdem versicherte er, dass in dem neuen „Jahr des Feuerspferdes“ beide Länder weiterhin „in der Verteidigung der sozialistischen Sache“ sowie beim Aufbau einer „Gemeinschaft einer gemeinsamen Zukunft China-Kuba“ voranschreiten werden.
Das chinesische Neujahr ist eines der wichtigsten Feste in China und anderen asiatischen Ländern, das nach dem Mondkalender gefeiert wird und jedes Jahr mit einem Tier des chinesischen Tierkreises verbunden ist. Auf diplomatischer Ebene dient es oft dazu, politische und wirtschaftliche Allianzen zu stärken.
Sin embargo, auf Facebook überschritt der Beitrag in wenigen Stunden die 300 Kommentare, viele davon geprägt von Unzufriedenheit. Mehrere Nutzer hinterfragten, dass der Regierungschef von "Wohlstand" spricht, während das Land mit Stromausfällen, Inflation und einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten konfrontiert ist.
„Bitte, dass in diesem neuen Mondjahr die Diktatoren Kuba verlassen und unser Volk frei ist“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer kommentierte: „Und wann werden wir ein glückliches Jahr haben?“ Es gab auch solche, die sich über die Nachricht lustig machten: „Das ist ein Meme, hahaha“, „Das ist schon zu viel“ oder „Das ist doch KI, oder?“
Andere Kubaner beanstandeten direkt die Situation im Land. „Wissen Sie, wie die Preise für Lebensmittel auf der Straße sind?“, fragte eine Nutzerin, während ein anderer forderte: „Was Sie tun müssen, ist, dass das Volk von Kuba frei sein sollte, seine Zukunft zu wählen.“
Der Kontrast zwischen der offiziellen Rhetorik über strategische Zusammenarbeit mit China und der alltäglichen Realität auf der Insel wurde erneut in den Kommentaren deutlich, wo viele Kubaner die diplomatische Begrüßung nutzten, um ihre Frustration über die Krise, die das Land durchlebt, auszudrücken.
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