Preise zum Staunen: Correos de Cuba veröffentlicht, wie viel sie für die Solarpanel-Kits verlangen werden

Solarmodule in Kuba (Referenzbild)Foto © Prensa Latina

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Die kubanische Post, über ihre Tochtergesellschaft in Sancti Spíritus, hat endlich die Preise in kubanischen Pesos (CUP) für die Solarpanel-Kits veröffentlicht, die sie inmitten der tiefen Stromkrise des Landes zu verkaufen begonnen hat.

Die Zahlen übersteigen bei den Modellen mit geringerer Leistung deutlich zweieinhalb Millionen Peso, ein Betrag, der für die Staatsangestellten unerreichbar ist.

In ihrem offiziellen Profil auf Facebook

5 kW — 2 530 000 CUP.

6,5 kW — 2.750.000 CUP.

10 kW — 3 850 000 CUP.

12 kW — 4 895 000 CUP.

Die Veröffentlichung fügt hinzu, dass „die Preise Änderungen unterliegen können, abhängig von den Marktbedingungen“.

Was ist im Kit enthalten?

Laut den Informationen, die von dem Unternehmen selbst veröffentlicht wurden, enthält jedes Kit einen Wechselrichter, Batterien, Wechsel- und Gleichstromschutz (AC und DC), Solarpanele und die gesamte Verkabelung.

Der Verkauf erfolgt über das Handelsbüro der Post in Sancti Spíritus, und die Zahlung erfolgt in nationaler Währung.

Quelle: Screenshot von Facebook/Unternehmen der Post Sancti Spíritus

Die Einrichtung bewirbt das Angebot unter Slogans wie „Elektrischer Sparen“, „Zuverlässige Unterstützung“ und „Verpflichtung zum Umweltschutz“, sowie dem institutionellen Slogan: „Innovation und Nachhaltigkeit im Dienst unserer Gemeinschaft“.

Es wird jedoch nicht erwähnt, dass der Installationsservice inbegriffen ist.

Dieser Punkt hatte bereits Fragen aufgeworfen, als Ende Februar bekannt wurde, dass das Büro in Sancti Spíritus begonnen hatte, Solarpanels zu verkaufen.

In einer Erklärung gegenüber dem lokalen Sender Radio Vitral bestätigte die Territorialverwaltung, dass sie über kein spezialisiertes Personal für die Montage verfügte, weshalb der Käufer selbst für die technische Installation des Systems sorgen muss.

Von der Erwartung zur Preiswirkung

Als die offizielle Zeitung Granma zunächst berichtete, dass Correos de Cuba „den Verkauf von Solarpanel-Kits in nationaler Währung in sein kommerzielles Angebot integriert hat, um so die Bemühungen des Landes zur Veränderung der Energieerzeugungsmatrix zu unterstützen“, wurden die Kosten noch nicht bekannt gegeben.

Der Geschäftsführer des Unternehmens in Sancti Spíritus, Carlos Gotera González, erklärte daraufhin, dass die Vermarktung den „Befugnissen, die dem Unternehmenssektor in Kuba erteilt wurden“, entspreche und dass die Kits „sowohl an natürliche Personen als auch an juristische Personen verkauft werden“.

Zu diesem Zeitpunkt fragten mehrere Bürger in den sozialen Medien, wie viel die Systeme kosten würden und ob es Zahlungsverleichterungen oder Kredite geben würde. Das Fehlen von Preisen war ein entscheidendes Element in einem Kontext, in dem das durchschnittliche staatliche Gehalt kaum die Grundnahrungsmittel deckt.

Mit der Veröffentlichung der Zahlen ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten.

„Ein Unsinn“ für die meisten

In den sozialen Medien haben zahlreiche Nutzer die tatsächliche Durchführbarkeit des Angebots in Frage gestellt. Ein Benutzer kommentierte: „In 37 Jahren Arbeit habe ich diesen Geldbetrag nicht erreicht, sie haben es gestohlen“, was die Kluft zwischen dem Durchschnittseinkommen und den Millionen Pesos, die jedes Kit verlangt, widerspiegelt.

Andere bezeichneten die Initiative als "lächerlich" oder machten sich ironisch über die Möglichkeit lustig, eines mit ihrem "Gehaltszuwachs" zu erwerben. Es gab auch Vergleiche mit dem informellen Markt und dem Ausland. Laut einem anderen Kommentator liegt der von Correos angekündigte Preis "bei dem Dreifachen dessen, was es auf der Straße kostet", was die Wettbewerbsfähigkeit des staatlichen Angebots in Frage stellt.

Die Unzufriedenheit nimmt zu, da das Set keine Montage beinhaltet. Das heißt, nach der Zahlung von zwischen 2,5 und fast 5 Millionen Pesos muss der Käufer zusätzliche Kosten für die Installation tragen.

Einige Internetnutzer wiesen darauf hin, dass unter diesen Bedingungen viele Familien weiterhin auf traditionelle Beleuchtungshausmittel angewiesen sein werden, angesichts der anhaltenden Stromausfälle, die in mehreren Provinzen mehr als 12 und bis zu 16 Stunden täglich betragen.

Der energetische Kontext und die Hintergründe

Der Verkauf von Solarpanelen durch ein Postunternehmen findet in einem Szenario des Zusammenbruchs des nationalen Stromsystems statt, das von einem Treibstoffmangel und Störungen in der Stromerzeugung geprägt ist.

Parallelo hat die Regierung Zollbefreiungen für die Einfuhr von Photovoltaikanlagen, steuerliche Vorteile für Investitionen in erneuerbare Energien und die Möglichkeit, erzeugten Strom an Dritte zu verkaufen, angekündigt.

Es wird auch ein Programm für priorisierte Arbeitnehmer wie die Héroes del Trabajo entwickelt, denen Module mit 800 Watt installiert werden, deren Wert 75.200 CUP beträgt, wobei Zahlungs- und Installationsmöglichkeiten angeboten werden.

Im Gegensatz dazu übersteigen die jetzt von Correos in Sancti Spíritus angebotenen Kits in ihrer einfachsten Version 2,5 Millionen Pesos und beinhalten bisher weder Montage noch bekannte Finanzierungsmechanismen.

Die Veröffentlichung der Preise entspricht einem von den Bürgern selbst geäußerten Wunsch nach Transparenz. Doch die endgültige Zahl wirft eine weitere Frage auf: Sind diese Systeme tatsächlich für die Mehrheit der Kubaner zugänglich oder nur für diejenigen, die über außergewöhnliche Einkünfte oder Unterstützung aus dem Ausland verfügen?

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