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Der kubanische Ökonom Mauricio de Miranda Parrondo erklärte, dass das politische und wirtschaftliche Modell der Insel einen kritischen Punkt erreicht hat, der „das Ende der Illusion“ über die Fortdauer des Regimes markieren könnte, in einem Artikel, der in The New York Times veröffentlicht wurde.
Die zentralen Ideen des Textes wurden auf Facebook von dem ebenfalls Ökonomen Pedro Monreal geteilt, der die Lektüre der Analyse in einem Kontext gravierender wirtschaftlicher Verschlechterung im Land empfahl.
„Die Wirtschaft stand bereits am Rand des Kollapses.“
De Miranda argumentiert, dass die gegenwärtige Situation nicht ausschließlich das Ergebnis externer Faktoren ist, sondern das Resultat von „Jahrzehnten strukturellen wirtschaftlichen Scheiterns unter einem rigiden politischen System, das jegliche Reformen konsequent widerstanden hat“.
Laut dem Akademiker, obwohl die jüngsten Maßnahmen der Trump-Administration zur Einschränkung der Öllieferungen nach Kuba den Druck erhöht haben, befand sich die Wirtschaft bereits „am Rande des Zusammenbruchs“.
Kuba durchlebt eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten, geprägt von langanhaltenden Stromausfällen, chronischem Mangel an Nahrungsmitteln und Medikamenten, unkontrollierbarer Inflation und einer massiven Migration, die die Arbeitskräfte erheblich verringert hat.
Politische Rigide als Hindernis
Der Artikel hebt hervor, dass die Verfassung von 2019 das sozialistische System als "unwiderruflich" erklärt, warnt jedoch, dass "keinesystems dauerhaft ist".
„Das kubanische Regime hat sein Überleben mit der Ewigkeit verwechselt. Jetzt könnte das Spiel zu Ende sein“, heißt es in dem Text.
De Miranda argumentiert, dass die Angst, eine wirtschaftliche Öffnung könnte zu politischen Veränderungen führen, den Staat dazu gebracht hat, eine strenge Kontrolle über die Wirtschaft aufrechtzuerhalten, tiefgreifende Reformen zu verhindern und die Krise „über den Punkt ohne Wiederkehr“ zu verschärfen.
„Die extreme Rigida des totalitären politischen Systems des Landes ist zum Haupthindernis für die dringend benötigten Reformen der Wirtschaft geworden. Ohne eine politische Transformation wird die wirtschaftliche Erholung weiterhin eine Illusion bleiben“, schlussfolgert er.
Zunehmende Debatte
Die Überlegungen des Ökonomen reihten sich in eine zunehmend sichtbare Debatte zwischen Akademikern und Analysten über die Tragfähigkeit des aktuellen Modells ein, in Zeiten, in denen die Bevölkerung mit immer prekäleren materiellen Bedingungen konfrontiert ist.
Während die Regierung die Krise hauptsächlich dem US-Embargo und äußeren Faktoren zuschreibt, behaupten kritische Stimmen, dass das Problem strukturell ist und auf das Fehlen tiefgreifender Reformen im Wirtschafts- und Politiksystem zurückzuführen ist.
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