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Eine schimmelige Wohnung mit abgenutzter Farbe und sichtbaren Anzeichen von Verfall hat eine wenig bekannte Geschichte für die neuen Generationen wieder ins öffentliche Gespräch gebracht: die sogenannten "Colgate-Häuser" in Kuba.
Das Bild, das auf Facebook von dem Nutzer Felipe Álvarez geteilt wurde, zeigt, was von einem dieser Häuser übrig geblieben ist, die vor Jahrzehnten ein Symbol für Wohlstand und den Hauptgewinn bei kommerziellen Wettbewerben von Marken wie Colgate und Candado waren.
„In unserer Stadt gibt es ein ‚COLGATE-Haus‘. Wisst ihr, wo?“, schrieb der Autor des Beitrags und löste damit Dutzende von Kommentaren und Erinnerungen aus.
Laut mehreren Berichten von Nutzern wurden diese Wohnungen durch Aktionen der Marke Colgate gewonnen. Im Inneren mancher Zahnpasta befand sich ein Gutschein oder ein Preisbon — umgangssprachlich als „goldener Hahn“ bekannt — und wer das Glück hatte, ihn zu finden, erhielt als Geschenk ein Haus.
Aristalia Isabel Benítez Bellaire erklärte, dass die in der Veröffentlichung genannte Wohnung gegenüber dem pädiatrischen Krankenhaus von Santiago de Cuba im Besitz von Dolores Govea war.
„Meine Eltern sagten mir, man könne gewinnen, wenn man Colgate-Zahnpasta kaufte, und der Preis, der im Inneren des goldenen Hahns war, war ein Haus“, kommentierte er. Andere Nutzer bestätigten, dass es in Santiago de Cuba mehrere Häuser gibt, die durch diesen Wettbewerb erworben wurden.
Leonardo Busto Almarales erinnerte sich auch daran, dass der Preis durch Gutscheine, die in der Zahnpasta enthalten waren, gewonnen wurde, eine Verkaufsstrategie, die eine ganze Generation prägte.
Die Debatte erinnerte auch an die sogenannten „Casas Candado“, die mit Werbeaktionen der gleichnamigen Seifenmarke verbunden sind.
Benutzer berichteten, dass es Wohnungen dieser Art in Santiago de Cuba, Palma Soriano, Marianao (Havanna), Matanzas, Las Tunas und Contramaestre gab. Sie erwähnten sogar eine „Villa Jabón Candado“ in El Cristo.
Was einst auffällige Villen waren – einige in Rot mit markanten weißen Buchstaben gestrichen – zeigen heute die Spuren der Zeit, den Mangel an Wartung und die Auswirkungen der strukturellen Abnutzung, die einen großen Teil des Wohnungsbestands in Kuba betreffen.
Die ursprüngliche Veröffentlichung belegte mehr als nur Nostalgie: Sie brachte die Erinnerung an eine Ära zurück, in der ausländische Marken große Werbeaktionen auf der Insel durchführten, weit entfernt von der aktuellen wirtschaftlichen Realität.
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