Das Ministerium für Inneren Handel von Kuba hat bestätigt, dass die Informationen, die in sozialen Netzwerken über den angeblichen Verkauf von Produkten, die von der Regierung Mexikos gespendet wurden, in Geschäften für Devisen verbreitet werden, falsch sind.
Die offizielle Stelle bestätigte in einem Mitteilung, dass die als humanitäre Hilfe verschickten Lebensmittel weiterhin kostenlos an die Bevölkerung über das Netz der Läden im Land verteilt werden.
„Das Ministerium für Innenhandel informiert, dass die Nachricht, die in den sozialen digitalen Netzwerken über den Verkauf der von dem brüderlichen Volk und der Regierung Mexikos gespendeten Produkte in den Devisengeschäften kursiert, falsch ist“, erklärte die Institution.
Der Hinweis erfolgt, nachdem ein Bericht des mexikanischen Kanals TV Azteca aufdeckte, dass als humanitäre Hilfe an Kuba gesendete Produkte in von dem Staat kontrollierten Geschäften verkauft werden, die in Dollar operieren.
Die von dem Journalisten Rodrigo Lema präsentierte Untersuchung stellt fest, dass gespendete Lebensmittel, darunter die sogenannte „Frijol del bienestar“, in Vertriebsunternehmen verkauft werden, die mit militärischen Strukturen verbunden sind.
Laut dem Bericht werden Pakete mit 30 Kilogramm Bohnen für 43 Dollar angeboten, während das Produkt in einigen staatlichen Geschäften für 2,97 Dollar pro halbem Kilogramm verkauft wird.
Der Bericht enthält auch Aussagen von Bürgern, die versichern, diese Lebensmittel trotz der Ankunft von Schiffen mit Spenden in der Bucht von Havanna nicht erhalten zu haben.
Nach der Verbreitung dieser Vorwürfe reagierte die kubanoamerikanische Kongressabgeordnete María Elvira Salazar in den sozialen Medien und erklärte, dass sie seit Jahren darauf hinweist, dass die internationale Hilfe, die dem kubanischen Volk zugedacht ist, in den Händen der herrschenden Elite endet oder zu einem Geschäft wird.
„Während die Kubaner Hunger leiden, verwandelt die Diktatur die internationale Naivität in ein Geschäft für das Militär und die Führungsriege des Regimes“, schrieb die Abgeordnete auf X.
Salazar schloss seine Botschaft mit einer Warnung an die kubanische Regierung: „Sie werden fallen. Und sie werden zur Rechenschaft gezogen werden. Sehr bald.“
Das Ministerium für Binnenhandel betonte seinerseits, dass die von Mexico gespendeten Produkte weiterhin kostenlos an die Bevölkerung über die festgelegten Verteilungsmechanismen geliefert werden.
„Wie in den institutionellen Profilen der Organisation berichtet wurde, wird die Verteilung und kostenlose Lieferung der Produkte an die Bevölkerung in den Lagerräumen fortgesetzt“, erklärte die Einrichtung.
Die Behörden forderten die Bevölkerung außerdem auf, sich ausschließlich über die offiziellen Kanäle der Behörde zu informieren.
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