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Der recente Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran hat neue Fragen über die möglichen Auswirkungen dieser geopolitischen Eskalation auf andere Regierungen, die mit Teheran verbündet oder ihm nahe stehen, aufgeworfen, darunter auch die Kubas.
Sin embargo, für den Analysten und Ökonomen Daniel DiMartino würden die Auswirkungen auf die Insel, falls sie eintreten, nicht zwangsläufig eine sofortige politische Transformation bedeuten.
Während eines virtuellen Treffens mit der Journalistin Gloria Ordaz, für Telemundo 51, analysierte DiMartino die möglichen Auswirkungen des Konflikts und erklärte, warum er der Meinung ist, dass der Fall Kuba aus strategischer, militärischer und wirtschaftlicher Sicht sehr unterschiedlich zu dem von Iran ist.
„Der Iran ist ein militärisch fähiges Land mit einer viel größeren Wirtschaft, die Öl produziert und über sehr starke Streitkräfte verfügt. Kuba hat nichts“, erklärte der Ökonom.
Seiner Meinung nach zeigt der Vergleich zwischen beiden Ländern einen wichtigen strukturellen Unterschied. Iran verfügt über eine viel größere Wirtschaft, produziert Öl und hat eine militärische Infrastruktur mit bedeutender Kapazität, zusätzlich zu einem erheblichen Arsenal an Raketen und Geschossen.
Kuba hingegen verfügt nicht über diese strategischen Ressourcen, was seine Reaktionsfähigkeit auf äußere Druckmittel einschränkt.
Eine mögliche Nachricht an die kubanische Regierung
Trotz der Unterschiede zwischen den beiden Ländern ist DiMartino der Ansicht, dass die jüngsten internationalen Ereignisse ein indirektes Signal an die kubanische Regierung senden könnten.
Der Analyst glaubt, dass die Machtdemonstration Washingtons gegenüber einem Gegner wie Iran vom kubanischen Führung als Erinnerung an die Kosten einer anhaltenden Konfrontation mit den Vereinigten Staaten interpretiert werden könnte.
In diesem Sinne äußerte er, dass die aktuelle internationale Situation Havanna dazu anregen könnte, seine Position zu überdenken.
„Das wird den kubanischen Regime dazu anregen zu sagen: ‚Guck mal, wir ergeben uns, weil wir nicht enden wollen wie der Ajatollah.‘“, bemerkte er.
Für den Ökonomen könnte das kubanische Regime versuchen, verhandelte Auswege zu erkunden, bevor es in eine Situation größerer internationaler Drucks gedrängt wird.
Der Kontext der Äußerungen von Trump
Die Analyse von DiMartino erfolgt auch im Kontext jüngster Äußerungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, der versicherte, dass Washington eine „freundliche Übernahme“ Kubas inmitten der tiefen Wirtschaftskrise der Insel in Betracht ziehen könnte.
Laut dem Regierungschef sieht sich die kubanische Regierung mit ernsthaften wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, was die Möglichkeit schaffen könnte, dass die Vereinigten Staaten ihren Einfluss im Land ausweiten.
Diese Erklärungen haben die Debatte über die politische und wirtschaftliche Zukunft Kubas im Zuge der Verschlechterung seiner inneren Situation neu entfacht.
Könnten Sektoren des Regimes verhandeln?
In diesem Zusammenhang hält DiMartino es für möglich, dass einige Sektoren innerhalb des kubanischen Regimes, die die Entwicklungen in Ländern wie Venezuela oder die aktuellen internationalen Spannungen mit dem Iran beobachten, die Möglichkeit prüfen, eine Art Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten zu erreichen.
Der Ökonom schlägt vor, dass der externe Druck, kombiniert mit der wirtschaftlichen Krise, die die Insel erlebt, bestimmte Akteure innerhalb der Macht dazu bewegen könnte, nach Alternativen zu suchen, um eine weitere Verschlechterung zu vermeiden.
Sin embargo, warnt, dass selbst wenn es zu Verhandlungen oder einer politischen Annäherung käme, dies nicht unbedingt sofort einen demokratischen Übergang bedeuten würde.
Das große Hindernis für einen politischen Wandel
Laut DiMartino besteht die größte Herausforderung für jeden politischen Transformationsprozess in Kuba in der Abwesenheit einer organisierten Opposition im Land.
Im Gegensatz zu anderen regionalen Kontexten, in denen es politische Bewegungen mit Mobilisierungskraft oder konsolidierte Oppositionsstrukturen gibt, sieht der Ökonom in Kuba dieses Szenario als deutlich begrenzter an.
„Einen politischen Wechsel in Kuba halte ich für viel schwieriger als in Venezuela, da es in Kuba keine aktive Opposition gibt. Es gibt nichts. Man muss alles von Grund auf neu aufbauen“, erklärte er.
Für den Analysten macht diese Abwesenheit einer strukturierten Opposition jeden Übergangsprozess komplizierter und längerwierig.
Eine schrittweise, nicht sofortige Übergang
Desde dieser Perspektive betrachtet DiMartino, dass, falls es zu Veränderungen auf der Insel kommen sollte, dies vermutlich ein schrittweiser und überwachter Prozess sein würde, anstatt eine sofortige politische Transformation, die von innen heraus angestoßen wird.
Ihren Meinungen nach wäre das plausibelste Szenario eine Art von Übergang, der von den Vereinigten Staaten beeinflusst oder begleitet wird.
Nichtsdestotrotz betonte der Ökonom, dass jedes solche Szenario in hohem Maße von der Außenpolitik Washingtons und dem Handlungsspielraum der derzeitigen US-Administration abhängen wird, um einen Übergangsprozess voranzutreiben.
Wirtschaftliche Auswirkungen des Krieges mit Iran
Während des virtuellen Treffens analysierte DiMartino auch die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts mit dem Iran auf der internationalen Bühne.
Unter anderem sprach er über die möglichen Auswirkungen der Drohung von Präsident Trump, den gesamten Handel mit Spanien einzustellen, im Hinblick auf den mangelnden Support nach dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran.
Die Handels- und politischen Spannungen, die aus dem Krieg resultieren, könnten Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der globalen Wirtschaft haben, ein Faktor, der auch die Analyse über die Zukunft Kubas in einem zunehmend unsicheren internationalen Umfeld beeinflusst.
In jedem Fall hängt für DiMartino, auch wenn die Ereignisse im Nahen Osten politische Signale an andere Regierungen senden können, eine echte Veränderung in Kuba von viel komplizierteren internen Faktoren ab als nur von äußerem Druck.
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