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Die kubanischen Abgeordneten analysierten im Nationalkapitol ein neues Gesetzesprojekt über Eigentum, Besitz und Nutzung des Landes, das als Werkzeug präsentiert wurde, um "die Bewirtschaftung, Übertragung und Nutzung des Landes im Hinblick auf die agrarische Entwicklung, die Ernährungssouveränität, die ländliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit zu regeln".
Sin embargo, im Bericht über das Treffen, der vom regierungsnahen Canal Caribe veröffentlicht wurde, bietet das Regime keine Zahlen an, die belegen, dass diese neue gesetzliche Initiative das Ernährungsproblem des Landes löst.
Der Vorschlag wurde von Abgeordneten aus den Gemeinden Havannas und von Legislatoren aus anderen Regionen mittels Videokonferenz in einer Sitzung diskutiert, die von hochrangigen Vertretern des Staates und des Agrarsektors geleitet wurde.
Der offizielle Ansatz betont, dass das Land einen kohärenteren rechtlichen Rahmen für den Sektor braucht, jedoch lässt der verfügbare Inhalt den Schwerpunkt auf der Regelung und nicht auf überprüfbaren Produktionsbilanzen.
Ein neues Projekt zur „Vervollkommnung“ des Agrarmodells
Laut der Erklärung von Mayra Cruz Legón, der juristischen Direktorin des Ministeriums für Landwirtschaft, zielt das Projekt darauf ab, verstreute rechtliche Bestimmungen zu integrieren und zu aktualisieren, um Kuba einen „kohärenten und modernen“ Rechtsrahmen zu verleihen.
In seiner Präsentation betonte er, dass die aktuelle Agrarordnung keinen einheitlichen und klaren Ort bietet, an dem grundlegende Begriffe wie landwirtschaftlicher Produzent, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen sowie andere Leitprinzipien definiert sind.
Unter den Grundsätzen, die das zukünftige Gesetz regeln soll, sind: das Land für denjenigen, der es bewirtschaftet, die Unteilbarkeit des Landes und die soziale Funktion des Landes.
Ramón Aguilar Betancourt, Präsident der Agrar- und Lebensmittelkommission der Nationalversammlung der Volksmacht, verteidigte, dass der Vorschlag der Notwendigkeit entspricht, die Institutionen des Agrarsektors zu stärken und eine rationalen sowie nachhaltigen Nutzung der Ressourcen zu gewährleisten.
Aguilar erklärte, dass es nach der Berücksichtigung verschiedener Meinungen möglich sei, „den legislativen Prozess abzuschließen, um das Modell der landwirtschaftlichen Produktion in Kuba zu verfeinern“.
Er wies auch darauf hin, dass der Text kollektiv unter Mitwirkung von Experten, Produzenten und den Abgeordneten selbst erstellt worden wäre.
Als Vorgeschichte des Projekts beschreibt der Bericht, dass nach den spezialisierten Konsultationen des Ministeriums für Landwirtschaft sieben Austauschworkshops mit der Teilnahme von über 300 Personen durchgeführt wurden.
Neben den habanischen Abgeordneten haben auch Abgeordnete aus anderen Regionen des Landes das Projekt per Videokonferenz geprüft, unter Beteiligung von Persönlichkeiten wie Esteban Lazo Hernández, Präsident der Nationalversammlung der Volksmacht und des Staatsrates; dem Landwirtschaftsminister Idael Pérez Brito; sowie den Vorsitzenden der parlamentarischen Kommissionen und weiteren Gästen.
Viel Norm, wenig sichtbare Ergebnisse
Der Mittelpunkt der Debatte lag in der Eigentümerschaft, der Übertragung und der rechtlichen Nutzung des Landes sowie in der Aktualisierung von Begriffen und rechtlichen Grundsätzen.
Aber er liefert keine Zahlen zu Ernten, Erträgen, Produktionsvolumina oder Versorgungsindikatoren, die es ermöglichen würden zu messen, ob diese gesetzlichen Veränderungen bereits in mehr Lebensmitteln für die Bevölkerung umgesetzt wurden.
In diesem Sinne fördert der kubanische Staat lediglich eine weitere normative Anpassung des Landes und präsentiert dies als Teil der Verfeinerung des agrarischen Modells.
Dennoch gibt es mitten in der Ernährungskrise, die Kuba trifft, keine kurzfristigen sichtbaren Lösungen für die Lebensmittelproduktion.
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