Die Familie des politischen Gefangenen Alexander Verdecia Rodríguez hat denunciado, dass er in der Gefängnis Kilo 8 in der Provinz Camagüey Opfer einer brutalen Schlägerei durch mehrere Wachen wurde.
Laut Angaben seiner Frau, Eliannis Villavicencio Jorge, wurde der Oppositionspolitiker am 4. März in dieses Gefängnis verlegt und rief bei seiner Ankunft Parolen gegen das kubanische Regime und zur Verteidigung der Menschenrechte, woraufhin er von sechs Beamten geschlagen wurde.
Die Frau bestätigte, dass der politische Gefangene nach dem Aussprechen dieser Parolen von sechs Wärtern der Haftanstalt geschlagen wurde. Während des Familientreffens einige Tage später konnten sie dunkle Abdrücke an mehreren Stellen seines Körpers beobachten.

Laut der Anzeige hat Verdecia auch eine Verletzung am linken Bein, die zwischen vier und fünf Stichen genäht werden musste, obwohl er sich geweigert haben soll, medizinische Hilfe von den Beamten in Anspruch zu nehmen.
Villavicencio machte die vermeintliche Aggression gegen den Staatsschutz sowie die Behörden des Innenministeriums der Provinzen Granma und Camagüey verantwortlich.
Laut seinem Zeugenaussage versicherten Beamte des Bürgerservice der Familie, dass in Kuba Gefangene nicht misshandelt werden, während ein Beamter, der mit dem Spitznamen „Alejandro“ identifiziert wurde, bestritten haben soll, dass Verdecia geschlagen wurde.
Die Beschwerde reiht sich ein in zahlreiche Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen, die Misshandlungen, Prügel und prekäre Bedingungen in den kubanischen Gefängnissen dokumentiert haben, insbesondere gegen politische Gefangene.
Archiviert unter: