UNPACU

Fassade der Zentrale der UNPACUFoto © Fassade des Hauptsitzes der UNPACU

Die Patrioti sche Union von Kuba (UNPACU) ist eine gewaltfreie Oppositionsorganisation in Kuba, die kubanische Dissidenten vereint. Sie wurde am 24. August 2011 von José Daniel Ferrer García gegründet, nachdem er im März 2011 entlassen wurde und sich weigerte, das Land zu verlassen.

Trotz der Tatsache, dass die UNPACU zu Beginn aus zwölf Personen bestand, zählt sie heute über zehntausend aktive Mitglieder und 122 Zellen. Bis 2017 wurde die Zahl ihrer in Kuba aus politischen Gründen inhaftierten Aktivisten auf 53 geschätzt.

UNPACU ist sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in der Europäischen Union vertreten

Auf der Website der Organisation ist zu lesen: „Der Aktivismus von UNPACU basiert auf gewaltfreiem Widerstand und Ungehorsam, dem gleichen Prinzip, auf dem die sogenannten ‚Revolutionen der Farben‘ beruhten, deren Handlungsachsen einst von Gene Sharp formuliert wurden.“

Anerkannt von  Amnesty International seit ihrer Gründung hat diese Bewegung den Belästigungen, Einschüchterungen und Festnahmen, denen ihre Mitglieder durch die kubanischen Behörden ausgesetzt sind, öffentlich Aufmerksamkeit geschenkt.

Als Teil ihres Wachstums und ihrer Konsolidierung übernahm UNPACU im Jahr 2013  die friedliche, abweichende Organisation FANTU,  geleitet von dem anerkannten Dissidenten, dem Journalisten Guillermo Fariñas

Zu ihren Zielen gehört es, aktiv auf die Mängel der bürgerlichen Freiheitsrechte hinzuweisen sowie auf die ökonomische Prekarität, die auf der Insel herrscht.

Im Januar 2012 starb eines ihrer Mitglieder, der kubanische Dissident Wilman Villar Mendoza, 31 Jahre alt, im Krankenhaus Juan Bruno Zayas in Santiago de Cuba, nach einem 50-tägigen Hungerstreik, den er im Gefängnis begonnen hatte, nachdem er wegen "Missachtung" zu vier Jahren Haft verurteilt worden war, weil er an einer friedlichen Demonstration teilgenommen hatte.