Kommissar von Miami-Dade: Der Fortschritt Kubas wird nicht durch wirtschaftliche Zugeständnisse kommen

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Der Kommissar von Miami-Dade, Anthony Rodríguez, warnte , dass Berichte über eine mögliche Öffnung des kubanischen Regimes zur Ermöglichung von Investitionen von im Ausland lebenden Kubanern mit „Vorsicht“ betrachtet werden sollten, da diese eventuellen Maßnahmen keinen realen Wandel für die Insel darstellen würden, solange die Macht weiterhin grundlegende Freiheiten und Rechte der Bevölkerung verweigert.

In einer auf X veröffentlichten Nachricht erklärte Rodríguez, dass die kubanische Diktatur eine „lange Geschichte“ hat, in der sie begrenzte wirtschaftliche Veränderungen ankündet, während sie die Verweigerung politischer, ziviler und wirtschaftlicher Rechte des kubanischen Volkes unverändert beibehält.

Laut seiner Überlegung sollte jede Flexibilisierung in Bezug auf Investitionen oder Geschäfte in diesem Kontext analysiert werden und nicht als automatisches Zeichen für einen grundlegenden Wandel.

Die Warnung des Kommissars erfolgte im Hinblick auf Berichte, die darauf hindeuten, dass das Regime es Kubanern im Ausland erlauben könnte, in Geschäfte auf der Insel zu investieren.

Rodríguez hinterfragte jedoch das Ausmaß dieser Möglichkeit und schlug vor, dass es sich um „kontrollierte“ wirtschaftliche Zugeständnisse handeln würde, die so gestaltet sind, dass sie letztendlich mehr dem Regime als der kubanischen Bevölkerung zugutekommen.

„Der wahre Fortschritt für Kuba wird nicht aus kontrollierten wirtschaftlichen Zugeständnissen kommen, die darauf ausgelegt sind, dem Regime zugutezukommen, sondern aus einer echten politischen und wirtschaftlichen Freiheit für das kubanische Volk“, schrieb er.

Mit dieser Formulierung stellte der Beamte eine klare Position fest: Für ihn hängt die Entwicklung Kubas nicht von partiellen Anpassungen ab, die von der Macht ausgeführt werden, sondern von einer tiefergehenden Transformation des politischen und wirtschaftlichen Systems.

Rodríguez stellte außerdem diese Haltung in Verbindung mit der institutionellen und politischen Unterstützung der kubanischen Diaspora und der Opposition innerhalb der Insel.

In seiner Botschaft erklärte er, dass Miami-Dade die kubanische Gemeinde im Exil unterstützt sowie auch diejenigen in Kuba, die „weiterhin für Demokratie, Menschenrechte und echte Möglichkeiten kämpfen“.

Die Erklärung des Kommissars stellt die Debatte über eine mögliche wirtschaftliche Öffnung auf einen breiteren politischen Kontext.

Änderungen in Kuba?

Der kubanische Regierungschef Miguel Díaz-Canel kündigte am Freitag an, dass die Regierung neue Maßnahmen in Bezug auf die Politik gegenüber den im Ausland lebenden Kubanern vorbereitet.

Er erklärte, dass das Ziel darin besteht, ihre Teilnahme an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu erleichtern und bürokratische Hürden abzubauen.

Während einer Erklärung gegenüber der offiziellen Presse erklärte Díaz-Canel, dass zahlreiche Treffen mit Kubanern in verschiedenen Ländern und Regionen der Welt stattgefunden haben, bei denen diese Vorschläge unterbreitet haben, um mehr zur nationalen Wirtschaft beizutragen.

Der Regierungschef betonte, dass das Politbüro und die Regierung ein Maßnahmenpaket erörterten, das seiner Meinung nach auf die meisten der von der Diaspora geäußerten Forderungen eingehen würde.

„Ich glaube, dass die neuen Maßnahmen, die bekannt gegeben werden, nahezu vollständig die Anliegen der im Ausland lebenden Kubaner lösen und ihre Anwesenheit sowie Teilnahme am wirtschaftlichen Entwicklungsprogramm im Land erheblich erleichtern“, sagte er.

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