Die Trump-Administration soll laut The New York Times versuchen, Miguel Díaz-Canel aus der Macht zu verdrängen

Miguel Díaz-Canel und Donald TrumpFoto © Collage/Facebook/Präsidentschaft Kuba und Das Weiße Haus

Die Verwaltung von Donald Trump versucht angeblich, den kubanischen Regierungschef Miguel Díaz-Canel abzusetzen, als Voraussetzung, um bedeutende Fortschritte in den Gesprächen mit Havanna zu erzielen, laut einem am Montag veröffentlichten Bericht von The New York Times.

Según dieser Information hätten US-Beamte kubanischen Verhandlern mitgeteilt, dass Díaz-Canel zurücktreten soll, wobei sie es der kubanischen Seite überlassen würden, wie dieser Schritt ausgeführt werden soll.

Laut dem Artikel wird die Forderung im Rahmen eines Kontaktprozesses zwischen Beamten beider Länder über die Zukunft Kubas aufgestellt, das im Dokument als eine unter kommunistischer Herrschaft und wirtschaftlicher Belagerung stehende Insel beschrieben wird.

Vier Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind, hätten The New York Times mitgeteilt, dass Washington darauf abzielt, Díaz-Canel ohne zumindest vorübergehende Abschaffung des allgemeinen Apparats des kommunistischen Regimes, das die Insel seit über 65 Jahren regiert, aus dem Amt zu entfernen.

Der Bericht hebt hervor, dass die Maßnahme nicht unbedingt einen Versuch darstellen würde, die gesamte Befehlshierarchie des kubanischen Systems abzubauen.

Im Gegenteil, er argumentiert, dass der Rücktritt von Díaz-Canel die kommunistische Regierung bestehen lassen würde und dass bis jetzt die Vereinigten Staaten nicht Druck ausüben, um gegen Mitglieder der Familie Castro vorzugehen, die im Text selbst als die Hauptinhaber der tatsächlichen Macht im Land identifiziert werden.

Diese Präzision wird laut dem Dokument von zwei der zitierten Quellen untermauert.

Laut dieser Version wäre die Logik des Weißen Hauses nicht die eines vollständigen Regimewechsels, sondern die eines Versuchs, eine interne Anpassung zu erzwingen, die größere Gehorsamkeit oder Einhaltung seitens des kubanischen Systems fördert.

Das Regime kontrollieren

Der Text weist darauf hin, dass dieser Ansatz mit einem breiteren Wunsch von Trump und seinen Beratern übereinstimmt, Disziplin im Regime durchzusetzen, anstatt eine vollständige Transformation seiner politischen Natur zu fördern.

Eine der im Dokument zitierten Quellen fügt außerdem eine Erklärung über die politische Kalkulation hinter dieser Forderung hinzu.

Según diesem Ansatz betrachten einige Beamte der Trump-Administration die Absetzung von Díaz-Canel als einen Weg, um strukturelle wirtschaftliche Veränderungen in Kuba zu ermöglichen, die von ihm kaum unterstützt werden würden, da sie ihn als einen Hardliner beschreiben.

Aus dieser Perspektive wäre der kubanische Staatschef in Washington als ein Hindernis für tiefere wirtschaftliche Reformen angesehen.

Der Text weist auch auf das potenzielle Ausmaß dieser Maneuver hin. Wenn die kubanischen Behörden den Rücktritt von Díaz-Canel akzeptieren würden, wäre dies laut dem Dokument die erste große politische Erschütterung, die aus den vor einigen Monaten begonnenen bilateralen Gesprächen resultiert.

Es würde sich also nicht um eine geringfügige oder symbolische Konzession handeln, sondern um einen hochwirksamen Schritt innerhalb der Struktur der Macht auf der Insel.

Aus der in dem Bericht beschriebenen US-amerikanischen Perspektive hätte eine erzwungene Amtsniederlegung des kubanischen Präsidenten auch politischen Wert für Trump.

Eine der Quellen behauptet, dass dieses Ergebnis dem Präsidenten ermöglichen würde, es der amerikanischen Öffentlichkeit als symbolischen Sieg: den Sturz des Führers einer Regierung darzustellen, die historisch im Konflikt mit den Vereinigten Staaten steht.

Der Text deutet sogar darauf hin, dass Trump dieses Ergebnis ähnlich nutzen könnte, wie er politisch von anderen Bewegungen in Venezuela profitiert hätte.

Das Dokument, das nur auf "mit der Materie vertraute" Quellen verweist, macht deutlich, dass Washington die Verweildauer des kubanischen Präsidenten als einen zentralen Punkt im aktuellen Verhandlungsprozess betrachtet.

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