UNE sagt, dass ganz Kuba „interconnected“ ist, aber Kubaner leiden weiterhin unter Stromausfällen

Bild generiert mit KI von Kuba.Foto © ChatGPT

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La Unión Eléctrica (UNE) versicherte an diesem Dienstag, dass nun alle Provinzen des Landes „untereinander verbunden“ sind, nachdem Granma an das Nationale Elektroenergienetz (SEN) angeschlossen wurde. Die Ankündigung, die auf verbreitet wurde, löste jedoch eine Welle von Reaktionen von Kubanern aus, die, weit davon entfernt, die Nachricht zu feiern, berichteten, dass sie nach langen Stunden und sogar Tagen ohne Strom nach wie vor ohne Elektrizität sind, aufgrund eines Stromausfalls.

„Wann wird die Stromversorgung wiederhergestellt?“, fragte eine Nutzerin in den Kommentaren. Andere waren direkter: „Untereinander verbunden, aber abgeschaltet“, schrieb ein Internetnutzer und spiegelte damit das allgemeine Gefühl derjenigen wider, die trotz der offiziellen Mitteilungen weiterhin im Dunkeln sitzen.

Captura von Facebook/Unión Eléctrica UNE

Die Zeugenaussagen häufen sich aus verschiedenen Teilen des Landes. In Havanna berichteten mehrere Nutzer, dass weite Gebiete auch nach Einbruch der Nacht weiterhin keinen Strom hatten. In Provinzen wie Santiago de Cuba, Holguín oder Matanzas sprechen die Berichte von mehr als 30 Stunden ohne Elektrizität, in extremen Fällen sogar von bis zu 48 Stunden mit nur wenigen Minuten Versorgung.

„Nur 8 Minuten nach 31 Stunden ohne Strom“, berichtete eine Anwohnerin in Santiago. Aus Granma bestätigte ein anderer Nutzer, dass in seiner Gegend mehr als einen Tag lang kein Licht war. In Ciego de Ávila und Artemisa war die Situation nicht anders: „Ich habe die Stunden aus den Augen verloren“, „wir bleiben dunkel“, wiederholten die Kommentare.

Der Kontrast zwischen der offiziellen Rhetorik und der alltäglichen Realität tritt nur wenige Stunden nach einem der kritischsten Episoden des kubanischen Stromsystems in den letzten Jahren auf. Am Montag erlitt das Land einen vollständigen Ausfall des SEN, der von der UNE selbst bestätigt wurde, was die Insel völlig im Dunkeln ließ.

Bislang erkennen die Behörden an, dass sie nicht erklären können, was den Zusammenbruch verursacht hat. In der Zwischenzeit versichern sie, dass sie an der stufenweisen Wiederherstellung des Dienstes mittels Mikrosystemen und dem schrittweisen Anlaufen von thermischen Kraftwerken arbeiten.

Aber für Millionen von Kubanern bedeutet die sogenannte „Interkonnektivität“ immer noch nicht etwas Essentielles: Licht in ihren Häusern.

Inmitten einer Energiekrise, geprägt von veralteten Thermokraftwerken, Mangel an Brennstoffen und ständigen Ausfällen, stieß die offizielle Ankündigung auf eine Realität, die sich in den Kommentaren wiederholt: ein Land, das auf dem Papier verbunden ist, aber immer noch im Dunkeln verharrt.

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