Kubanische Familie enthüllt die Auswirkungen der Krise in Kuba: „Die psychische Erschöpfung belastet uns.“

Havanna (Referenzbild)Foto © CiberCuba

Verwandte Videos:

Eine kubanische Familie teilte ihr Zeugnis über die strukturelle Krise, die Kuba durchlebt, gekennzeichnet durch langanhaltende Stromausfälle, Nahrungsmangel, Mangel an Treibstoff und einen fortwährenden Abbau der Lebensbedingungen.

In einem aktuellen Bericht von NBC News wird diese Realität schonungslos durch direkte Berichte von Bürgern auf der Insel dargestellt, was eine Situation bestätigt, die die unabhängige Presse in Kuba seit Jahrzehnten anprangert.

„Jenseits der körperlichen Erschöpfung ist es die psychische Erschöpfung, die uns belastet (...) Es ist die Ungewissheit, nicht zu wissen, wann wir Licht haben werden. Man kann nichts planen“, sagte ein 33-jähriger Kubaner.

Für Millionen von Kubanern sind so grundlegende Handlungen wie Kochen, Lebensmittelkonservierung oder der Zugang zu Wasser zu täglichen Herausforderungen geworden, in einem Umfeld, in dem die Unsicherheit das tägliche Leben bestimmt.

Die Stromausfälle, die in einigen Städten zwischen zwei und 30 Stunden dauern können, zwingen die Familien dazu, ihre Routinen komplett neu zu organisieren.

Viele Kubaner kochen frühmorgens, wenn der Strom zurückkommt, oder greifen auf Holzkohle zurück, da es an Gas und stabiler Stromversorgung mangelt. Die Unmöglichkeit, Lebensmittel zu kühlen, führt dazu, dass diese schnell verderben, was die Lebensmittelunsicherheit verschärft.

Hinzu kommt die niedrige Kaufkraft der Arbeiter, die kaum in der Lage sind, das Nötigsten zu decken, während andere auf Überweisungen aus dem Ausland angewiesen sind, um zu überleben.

Sogar im Privatsektor sind die Gehälter unzureichend angesichts der hohen Kosten für Grundnahrungsmittel, die in vielen Fällen nur in Dollar erhältlich sind.

Die Krise zeigt sich auch im Zusammenbruch der öffentlichen Dienstleistungen. Die Ansammlung von Müll auf den Straßen, bedingt durch den Mangel an Treibstoff für die Abholung, hat zu unsicheren hygienischen Zuständen und Krankheiten geführt.

Müll auf der Straße von Havanna / CiberCuba

Der öffentliche Verkehr ist unzureichend und wenig funktional, was die Mobilität der Bevölkerung zusätzlich erschwert.

Die soziale Unzufriedenheit beginnt sich durch Proteste in verschiedenen Orten sichtbar zu machen, trotz der Repression des Regimes. In der Zwischenzeit hat das kubanische Regime mögliche Reformen angedeutet, wie etwa die Erlaubnis von Investitionen aus der Diaspora, im Rahmen von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten über die Zukunft der Insel.

Die Tatsache, dass diese Geschichten in internationalen Medien auftauchen, ist relevant, um das Ausmaß der Krise sichtbar zu machen. Für die unabhängigen Medien Kubas und die Zivilgesellschaft des Landes ist es jedoch keine Neuigkeit.

Die menschlichen Geschichten dessen, was im Inneren von Kuba erlebt wird, sind die Bestätigung einer Realität, die seit Jahren dokumentiert und angeprangert wird. In CiberCuba zeigen wir seit einem Jahrzehnt den fortschreitenden Verfall eines Landes, in dem das Überleben zu einem alltäglichen Akt des Widerstands geworden ist.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.