Cacerolazo bei Tageslicht in Ciego de Ávila nach mehr als 29 Stunden ohne Strom

Cacerolazo in Kuba (Bild erstellt mit SORA)Foto © CiberCuba/Sora

Ein Cacerolazo ereignete sich tagsüber im Stadtteil Vista Alegre in Ciego de Ávila, nach mehr als 29 aufeinanderfolgenden Stunden ohne Stromversorgung und Wasserversorgung.

Laut Berichten in sozialen Netzwerken wurde das Video der Protestaktion am Dienstag auf Facebook von dem Benutzer Yonimiler Del Río Polo veröffentlicht, wo die Schläge von Töpfen aus verschiedenen Wohnungen deutlich zu hören sind.

Die Demonstration fand inmitten des zunehmenden Unmuts über die langanhaltenden Stromausfälle statt, die das tägliche Leben der Bewohner ernsthaft beeinträchtigen, insbesondere bei älteren Menschen, Kranken und Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Nachbarn berichteten über die Schwierigkeiten, Treppen in Gebäuden ohne Strom zu steigen, sowie über die Situation von bettlägerigen Personen, die unter prekären Bedingungen transportiert werden müssen.

Laut den Zeugenaussagen trafen mehrere Polizeipatrouillen und Beamte der Staatssicherheit schnell am Ort des Geschehens ein, während die Anwohner weiterhin von innen aus ihren Wohnungen protestierten.

Die Episode spiegelt den zunehmenden Unmut inmitten der Energiekrise wider, die das Land durchlebt, mit langen Stromausfällen, die in verschiedenen Provinzen wiederholt auftreten und grundlegende essentielle Dienstleistungen beeinträchtigen.

Diese neue Protestaktion findet Tage nachdem die Anwohner des Stadtteils El Vaquerito im Municipio Morón, Ciego de Ávila, am späten Abend ein Töpferkonzert gegen die andauernden Stromausfälle, die die Gegend betreffen, veranstaltet haben, statt, gemäß Bildern und Kommentaren, die in sozialen Medien verbreitet wurden.

Zehntausende Kubaner gingen auf die Straßen der Gemeinde Morón, um gegen die Stromausfälle, die Lebensmittelknappheit und die Wirtschaftskrise zu protestieren, während sie Parolen von „Freiheit!“ riefen und mit Töpfen und Pfannen protestierten.

Die Situation wurde angespannt, als die Nachbarn die lokale Geschäftsstelle der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) in Brand setzten während der Volksproteste und Berichten über Schüsse, die mindestens einen jungen Mann verletzt haben sollen.

Laut dem unabhängigen Journalisten Guillermo Rodríguez Sánchez soll ein Polizist seine Waffe abgefeuert haben und einen Jungen, der sich in der Nähe eines Feuers auf der Straße vor dem Sitz des PCC befand, ins Oberschenkel getroffen haben.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.