Die UNO bezeichnet Sklaverei als „das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“



Die UNO erklärt die Sklaverei zum größten historischen Verbrechen (Bild zur Referenz)Foto © Wikimedia Commons

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Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat eine Resolution verabschiedet, die den transatlantischen Sklavenhandel und die rassifizierte Sklaverei von Afrikanern als „das schwerwiegendste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ in der Geschichte qualifiziert.

Die wurde mit 123 Stimmen dafür, drei dagegen — den Vereinigten Staaten, Argentinien und Israel — sowie 52 Enthaltungen angenommen, wie die internationale Organisation mitteilte.

Die Initiative, die von einer Koalition von 60 Ländern aus Afrika, der Karibik und Lateinamerika vorangetrieben wird, erkennt an, dass dieses seit über vier Jahrhunderten bestehende Ausbeutungssystem eine Verletzung des Völkerrechts darstellt, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind.

Der Text unterstreicht, dass die Sklaverei historische Präzedenzfälle nicht kannte, indem ein globales System etabliert wurde, das Menschen in erbbare Eigentümer umwandelte und rassische Hierarchien sowie Modelle wirtschaftlicher Ausbeutung institutionalisiert.

Ebenso bestätigt die Resolution, dass diese Verbrechen nicht verjähren und dass die Staaten die Verantwortung haben, die verursachten Schäden zu reparieren, was den Weg für Diskussionen über Entschädigungen und historische Gerechtigkeit öffnet.

In diesem Sinne fordert das Dokument, einen internationalen Dialog zu fördern, der formelle Entschuldigungen, Entschädigungen, Rückerstattungsprogramme und Maßnahmen zur Bekämpfung von strukturellem Rassismus umfasst.

Die UNO hob ebenfalls die spezifischen Auswirkungen auf afrikanische Frauen und Mädchen hervor, die sexueller Gewalt, erzwungener Fortpflanzung und anderen Formen der Ausbeutung ausgesetzt sind, sowie den historischen Widerstand der afrikanischen Völker gegenüber diesem System.

Unter den vorgeschlagenen Maßnahmen ist die Stärkung von Bildungsprogrammen, die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und die Rückführung von Kulturgütern in die Herkunftsländer enthalten.

Die Resolution fällt in den Rahmen des Zweiten Internationalen Jahrzehnts der Afrodescendanten und fällt mit dem Jahrestag internationaler Instrumente gegen die Sklaverei zusammen, wodurch die globale Debatte über ihre aktuellen Folgen verstärkt wird.

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