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Der kubanische Humorist und Actor Ulises Toirac veröffentlichte am Montag in den sozialen Medien einen umfassenden Text zur Verteidigung der privaten Medikamentenverkäufer in Kuba, in dem er argumentierte, dass ohne private Verkäufer niemand die Ziegen anbinden könnte, weder für diejenigen, die bezahlen können, noch für diejenigen, die es nicht können.
Der Beitrag entstand aus einer Diskussion unter einem Beitrag einer Freundin über den Verkauf von Medikamenten "auf der linken Seite", ein Thema, das Toirac für notwendig hielt, offen anzusprechen angesichts der ernsthaften Medikamentenkrise, die Kuba durchlebt.
In seinem Text erkennt der Humorist an, dass diese Verkäufer am Rande der Legalität operieren, plädiert jedoch dafür, dass das Geschäft an sich moralisch nicht verwerflich ist, wenn der Staat nicht in der Lage ist, den Zugang zu Medikamenten über offizielle Wege zu gewährleisten.
Die Veröffentlichung erfolgt in einem Kontext extremer Knappheit. Laut aktuellen Daten fehlen 461 von 651 Arzneimitteln des Grundbedarfs, und die Situation hat sich nicht verbessert: Neuere Berichte zeigen, dass nur 30 % des Grundbedarfs an Arzneimitteln verfügbar sind in den Apotheken des Landes.
Entre den Produkten, die knapp sind, befindet sich der Salbutamol, der seit Monaten nicht mehr in Apotheken erhältlich ist, ein wichtiger Bronchodilatator für Patienten mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen.
Trotz dieser Lage haben die kubanischen Behörden die repressiven Maßnahmen gegen diejenigen verstärkt, die versuchen, die Nachfrage auf informelle Weise zu decken.
Ein jünglicher Polizeieinsatz gegen informelle Verkäufer in Santiago de Cuba sorgte für eine starke Reaktion in den sozialen Medien, wo viele Bürger berichteten, dass diese Verkäufer in der Praxis die einzige Quelle für den Zugang zu bestimmten Medikamenten sind.
Die Regierung hat ihrerseits diese Maßnahmen als Teil einer Strategie zur Gesundheitskontrolle gerechtfertigt.
In den letzten Monaten wurden mehr als 5.000 gemeinsame Einsätze des Gesundheitsministeriums mit dem MININT durchgeführt, obwohl Kritiker anmerken, dass diese Maßnahmen die Situation verschärfen, indem sie die wenigen bestehenden alternativen Vertriebskanäle beseitigen.
Die Haltung von Toirac spiegelt eine breitere Debatte in der kubanischen Gesellschaft über die Kriminalisierung von Praktiken wider, die in Ermangelung einer effektiven staatlichen Reaktion zu Überlebensmechanismen für Tausende von Familien geworden sind.
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