Lis Cuesta Peraza, die Ehefrau von Miguel Díaz-Canel, erschien zusammen mit dem Staatsoberhaupt in einem der Bilder vom Tag der Aufnahme des Interviews, das er dem Programm "Meet the Press" von NBC News gab.
Die Aufnahme fand im Memorial José Martí in Havanna, auf dem Platz der Revolution, statt. Die Bilder, die von der Präsidentschaft von Kuba in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen Lis Cuesta in einem weiß-blauen Kleid, wie sie ihren Ehemann begleitet und persönlich der Journalistin Kristen Welker zunickt, vor dem Hintergrund mit den Inschriften des Nationalhelden José Martí.
Ihre Anwesenheit war das Detail, das in den sozialen Medien die meisten Kommentare hervorrief, sogar mehr als der politische Inhalt des Interviews.
Der erste hervorgehobene Kommentar im Facebook-Beitrag der Präsidentschaft von Kuba lautet: "Aber Machi ist an seiner Seite. War das Interview eine Art Paartherapie?". Ein anderer Nutzer fragte direkt: "Und wenn das Interview mit dem Präsidenten war, was hat Machi dann dort gemacht?".

"La Machi" ist der Spitzname, mit dem die Kubaner Lis Cuesta umgangssprachlich bezeichnen, die obwohl sie öffentlich den Titel der First Lady abgelehnt hat, weil sie ihn als "nicht nur bürgerlich, sondern patriarchal" betrachtet, diese Rolle de facto bei offiziellen Veranstaltungen ausübt.
Die Interview mit Welker ist die erste Auftreten eines kubanischen Führers im amerikanischen Fernsehen seit Jahrzehnten, seit Fidel Castro 1959 in "Meet the Press" interviewt wurde.
Der Inhalt des Interviews sorgte ebenfalls für Kontroversen. Auf die Frage, ob er zurücktreten würde, um das Land zu retten, antwortete Díaz-Canel, dass "Rücktritt nicht Teil seines Vokabulars ist" und konterte die Journalistin mit der Frage: Fragst du das Donald Trump?
Bis jetzt wurden nur Fragmente der Aufnahme gesehen. Die Reaktionen auf Facebook vereinten Kritiken am Regime, Ironie und Forderungen nach freien Wahlen.
"Wird dieses Interview in der Rundtischdiskussion gezeigt? Unbearbeitet, versteht sich... sie könnten die Gelegenheit nutzen, jetzt wo kein Strom ist," schrieb ein Internetnutzer.
Die Interview wurde teilweise diesen Freitag um 16 Uhr EST in "Meet the Press NOW" und "NBC Nightly News" ausgestrahlt. Die erweiterte Version ist für diesen Sonntag in "Meet the Press" geplant und wird komplett auf der Webseite von NBC News verfügbar sein.
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