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Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (CIDH) gab an diesem Donnerstag ein offizielles Ersuchen an den kubanischen Staat zur Rechenschaft ab über die Situation von Jonathan David Muir Burgos, einem 16-jährigen Jugendlichen, der seit dem 16. März auf der Insel festgehalten wird.
Die Anfrage wurde formell an den Minister für Auswärtige Angelegenheiten von Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, gerichtet und gab eine fristgerechte Frist von fünf Tagen vor, um eine detaillierte Antwort zu dem Fall zu erhalten, berichtete Martí Noticias.
Der Antrag wurde vom Centro de Denuncias Defensa CD, einer Organisation des kubanischen Exils in Miami, vorgebracht, die beim interamerikanischen Organ eine Bitte um Schutzmaßnahmen zugunsten des Minderjährigen eingereicht hat.
Jonathan ist der Sohn des evangelischen Pastors Elier Muir Ávila und wurde in Morón nach seiner Teilnahme an Volksprotesten verhaftet. Seitdem sieht er sich einer formalen Anklage wegen Sabotage gegenüber, einer der schwersten Straftaten im kubanischen Rechtssystem.
Das kubanische Justizsystem hat auf die Versuche seiner Familie, seine Freilassung zu erreichen, mit Härte reagiert. Ein Gericht wies sowohl das habeas corpus als auch den Antrag auf Änderung der gerichtlichen Anordnung, der von der Verteidigung eingereicht wurde, zurück. Kurz darauf ordnete die Staatsanwaltschaft von Morón Untersuchungshaft für den Minderjährigen an, wodurch sich seine Situation noch weiter verschärfte.
Der Fall hat die Grenzen überschritten und Reaktionen im Kongress der Vereinigten Staaten ausgelöst. Die US-Kongressabgeordnete María Elvira Salazar forderte die Freilassung des Jugendlichen, und der Kongressabgeordnete Carlos Giménez tat dies zwei Tage später ebenfalls, was den internationalen Druck auf das kubanische Regime erhöhte.
Der Kontext, in dem Jonathan festgenommen wurde, ist der einer umfassenderen Repressionswelle. Laut Berichten gingen die Anwohner des beliebten Rates El Vaquerito auf die Straßen, um zu protestieren, was eine repressive Reaktion der Behörden auslöste. Cubalex identifizierte mindestens 14 Personen, die aufgrund dieser Demonstrationen inhaftiert wurden, darunter ein weiterer Jugendlicher von 16 Jahren.
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission fordert direkt von der kubanischen Diktatur Erklärungen. Das bedeutet, dass der Fall von Jonathan nicht mehr eine isolierte Beschwerde ist, sondern nun unter formeller internationaler Beobachtung steht, betonten die Initiatoren der Petition.
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