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Die kubanische Aktivistin Yamilka Lafita Cancio, bekannt in den sozialen Medien als Lara Crofs, hat erneut aus Havanna ihre Stimme erhoben und eine direkte und unmissverständliche Beschwerde geäußert. Sie behauptet, dass die Staatssicherheit versucht, ein Strafverfahren gegen sie aufzubauen, um das systematische Einschüchtern ihr gegenüber zu rechtfertigen.
In einer ausführlichen Nachricht, die auf Facebook veröffentlicht wurde, erklärte Lafita, dass Agenten des Regimes in ihrer Gemeinde ein Dokument mit persönlichen Daten über ihr Leben verteilt haben, in dem —so die Beschwerde— sogar ihr Name falsch geschrieben ist und sie als "C/R", Abkürzung für "kontrarevolutionär", gekennzeichnet wird.
„Sie versuchen, bis zu fünfzehn Jahre in mein Leben zu graben, um mir ein 'allgemeines Verbrechen' anzuhängen, das ihren Stalking rechtfertigt“, schrieb die Aktivistin, die auch direkt einen mutmaßlichen Agenten nannte, der als „Luis Ariel“, alias „Luisito“, identifiziert wurde, und der Teil der Maßnahmen gegen sie ist.
Die Anzeige beschränkt sich nicht auf eine einfache Beobachtung. Lafita stellt fest, dass Nachbarn gebeten wurden, sie zu fotografieren, keine Hilfe von ihrer Seite anzunehmen und Informationen über ihr persönliches Umfeld bereitzustellen, einschließlich sensibler Details wie möglicher Krankheiten oder Dynamiken innerhalb ihres Haushalts. „Das ist keine Geheimdiensttätigkeit, das ist der pathetische Todeskampf eines Systems, das niemanden mehr überzeugt“, sagte sie.
Ihr Zeugnis kommt nur wenige Tage nach ihrer Festnahme am 18. April in Havanna, in einem Kontext wachsender Druckausübung gegen Aktivisten und Oppositionelle. Vor ihrer Festnahme hatte Lafita selbst die Anwesenheit von Beamten gemeldet, die ihr Haus überwachten, ein Muster, das — laut unabhängigen Organisationen — in Kuba häufig zu beobachten ist: vorhergehende Überwachung, willkürliche Festnahme und das Fehlen formeller Anklagen.
In seiner jüngsten Veröffentlichung hat Lafita nicht nur die Inszenierung gegen ihn angeprangert, sondern auch seine politische Haltung ohne Ambivalenzen bekräftigt. „Ja, ich bin kontrarevolutionär“, schrieb er und argumentierte, dass seine Ablehnung auf Jahrzehnten von „Elend, Repression und Mangel an Freiheiten“ basiert.
Er wirft auch dem Staatssicherheitsdienst vor, für jeden Schaden verantwortlich zu sein, den er erleiden könnte. „Sie sind die einzigen, die für meine körperliche Unversehrtheit verantwortlich sind, falls mir etwas zustoßen sollte“, erklärte er.
Der Fall von Lara Crofs bringt erneut ein Gesicht zu einer Realität, die viele Kubaner aus nächster Nähe kennen: der ständige Druck auf diejenigen, die sich entscheiden, öffentlich ihre Meinungsverschiedenheit auszudrücken, selbst wenn diese Meinungsverschiedenheit in so grundlegenden Aktionen wie der Hilfe für andere oder der Weigerung, zu schweigen, zum Ausdruck kommt.
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