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BYD kündigte im März 2026 eine Lade-Technologie an, die verspricht, die Batterie eines Elektrofahrzeugs in nur neun Minuten von 10% auf 97% zu bringen, und damit die globalen Standards der Branche neu zu definieren mit ihrem FLASH Charging-System von 1.500 kW und der neuen Blade Battery 2.0.
Die Ankündigung wurde am fünften März von Wang Chuanfu, Präsident und Geschäftsführer von BYD, vorgestellt, der betonte, dass «die Branche die anhaltenden Herausforderungen der niedrigen Ladegeschwindigkeiten und der verringerten Leistungsfähigkeit beim Laden bei niedrigen Temperaturen angehen muss, wenn sie die Verbraucher überzeugen möchte, die noch zögern, den Schritt zur elektrischen Mobilität zu wagen».
Die zentrale Zahl ist eindrucksvoll: von 10% auf 70% in fünf Minuten; von 10% auf 97% in neun Minuten.
Selbst bei -30°C – Bedingungen, die normalerweise die Ladegeschwindigkeit drastisch reduzieren – bringt das System die Batterie von 20% auf 97% in nur 12 Minuten, gerade einmal drei Minuten mehr als unter normalen Bedingungen.
Der FLASH Charging liefert bis zu 1.500 kW über einen einzigen Stecker, mehr als dreimal die Leistung des Tesla Supercharger V4, der eine maximale Leistung von 350 kW erreicht, wodurch die westlichen Hersteller in diesem Rennen weit hinterherhinken.
Die technologische Grundlage ist die Blade Battery 2.0, die in sechs Jahren intensiver Forschung entwickelt wurde.
Sein ionisches Transportsystem «FlashPass» kombiniert drei Innovationen: die Kathode «Flash-Release» mit einer mehrstufigen Partikelarchitektur, das elektolytische «Flash-Flow», das mit künstlicher Intelligenz optimiert ist, und die Anode «Flash-Intercalate» mit dreidimensionaler Einlagerung von Lithium-Ionen.
Gemeinsam verringern sie den inneren Widerstand und die während des Ladevorgangs erzeugte Wärme.
Der Akku erhöht auch die Energiedichte um 5 % im Vergleich zur vorherigen Generation, was Reichweiten von über 1.000 km im chinesischen CLTC-Zyklus ermöglicht — der Denza Z9GT, das erste Modell mit dieser Technologie, erreicht 1.036 km.
In Bezug auf Sicherheit hat die Blade Battery 2.0 den ersten weltweiten Test bestanden, der Blitzladen und einen Penetrationstest mit einem Nagel kombiniert, ohne thermisches Leck, Rauch oder Feuer, selbst nach 500 Schnellladezyklen. Sie widerstand gleichzeitig dem Kurzschluss von vier Zellen bei mehr als 700 °C, ohne Feuer oder Explosion.
Aber die Technologie ist nur die halbe Miete: Die wahre Herausforderung ist die Infrastruktur.
Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe verfügte BYD über 4.239 installierte FLASH Charging-Stationen in China; Anfang April überschritt die Zahl bereits 5.000, mit einer monatlichen Expansionsrate von etwa 1.600 neuen Stationen.
Die Zielsetzung ist es, bis Ende 2026 20.000 Betriebsstationen in China zu erreichen, die 292 Städte abdecken.
Jede Station verfügt über ein ultrahochgeschwindigkeits-Energiespeichersystem, das als Reserve und Leistungsverstärker fungiert, um Überlastungen im Stromnetz zu vermeiden.
Außerhalb von China sind allerdings die 1.500 kW-Ladegeräte bis heute praktisch nicht vorhanden.
In Europa plant BYD, in den nächsten 12 Monaten 3.000 Flash-Ladestationen einzusetzen, beginnend mit Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich, mit einer geplanten Expansion auf 30 Länder bis Ende 2026.
Das erste Modell mit Blade Battery 2.0, das den Kontinent erreicht, wird der Denza Z9GT, der am achteten April in Paris debütierte sein.
Die interne Konkurrenz in China gibt zudem keine Ruhe: Geely/Lynk & Co hat BYD am siebten April in der Ladegeschwindigkeit überholt und schaffte es, von 10% auf 70% in vier Minuten und 22 Sekunden zu laden. Das zeigt, dass der Wettbewerb nicht mehr um die Reichweite, sondern um die Zeit geführt wird.
Stella Li, die Executive Vice Presidentin von BYD, fasste den Vorschlag mit einer direkten Formel zusammen, als sie das System in Europa präsentierte: „Bereit in 5, voll in 9, kalt ergibt 3“.
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