China bringt seine Giganten ins Rennen: Dongfeng-Huawei gegen BYD und XPeng im Wettstreit um das intelligente Auto



Dongfeng-Huawei gegen BYD und XPengFoto © Collage CiberCuba

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China hat eine neue Phase seiner Automobilindustrie betreten, in der der Kampf nicht mehr mechanisch oder elektrisch ist: Er ist digital und wird zwischen den eigenen Herstellern ausgetragen.

Der Auto China 2026, der am vergangenen Donnerstag in Peking mit fast 1.500 Fahrzeugen in der Ausstellung und mehr als 200 Premieren auf einer Fläche von 380.000 Quadratmetern eröffnet wurde, hat deutlich gezeigt, dass die chinesischen Hersteller ihren Wettbewerb auf den Bereich Software, künstliche Intelligenz und technologische Ökosysteme verlagert haben.

Der Ausgangspunkt war die Allianz Dongfeng-Huawei, die den Yijing X9 präsentierte, das erste Fahrzeug, das die vollständige technologische Lösung von Huawei integriert. Das Modell beinhaltet das HarmonySpace 5 Cockpit mit dualen 17,3-Zoll-Bildschirmen, Sprachsteuerung in vier Zonen und das autonome Fahrsystem Qiankun ADS 4.1, ausgestattet mit einem LiDAR mit 896 Linien und 11 Hochauflösungskameras.

Pero der Yijing X9 ist nur die Spitze des Eisbergs. Huawei gab eine Investition von 70.000 bis 80.000 Millionen Yuan —etwa 11.000 bis 13.000 Millionen Dollar— in den nächsten fünf Jahren bekannt, um Software für autonomes Fahren und Rechenkapazitäten zu entwickeln. Allein im Jahr 2026 wird das Unternehmen 18.000 Millionen Yuan in die Forschung zur intelligenten Mobilität investieren, von denen 10.000 Millionen in die Rechenleistung zur Schulung von Modellen für künstliche Intelligenz im Fahrzeug fließen werden. Auf der Messe präsentierte Huawei 38 Modelle verschiedener Marken, die mit seinen intelligenten Systemen ausgestattet sind, einschließlich Partnern wie Audi und Toyota.

Frente einem geschlossenen Ökosystem setzte BYD —weltweit führend mit 12,1 Millionen verkauften Elektrofahrzeugen im Jahr 2025— auf die Vorherrschaft in der Energieinfrastruktur. Ihr Flash Charging-System mit 1.500 kW ermöglicht es, ein Fahrzeug in nur fünf Minuten von 10 % auf 70 % aufzuladen und in neun Minuten 97 % Ladung zu erreichen, mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern. Das Unternehmen plant, bis Ende dieses Jahres 20.000 ultraschnelle Ladestationen bereitzustellen. Ihre Tochtergesellschaft Denza stellte zudem den elektrischen Supersportwagen Z vor, der über 1.000 PS verfügt und in weniger als zwei Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt.

XPeng hingegen brachte die ambitionierteste Wette auf künstliche Intelligenz in die Ausstellung. Das Unternehmen präsentierte den GX, den ersten Prototyp eines fahrerlosen Taxis, das in China vollständig in Serie produziert wird, ausgestattet mit bis zu vier eigenen Turing-Chips, die 3.000 TOPS Rechenleistung liefern. Sein autonomes Fahrzeugsystem VLA 2.0, das im März eingeführt wurde, verzeichnet bereits eine Zufriedenheitsquote von 98% unter fast 100.000 Verbrauchern, die es getestet haben, und die Bestellungen der Ultra-Serie stiegen nach der Einführung um 118% im Monat.

Der CEO von XPeng, He Xiaopeng, war direkt in seinem Ziel: „Wir haben uns ein Ziel gesetzt: das FSD-System von Tesla auf dem chinesischen Markt bis August vollständig zu übertreffen.“ Und fügte hinzu: „Die Fahrbedingungen in China sind komplexer. Wenn wir hierüber hinauskommen, wird unsere Gesamtfähigkeit robuster sein.“

Die interne Konkurrenz hat eine strukturelle Erklärung. Die Verkaufszahlen von Personenkraftwagen in China sind im ersten Quartal 2026 um 17% gefallen, nachdem die staatlichen Subventionen beendet wurden, und BYD verzeichnet nun bereits sieben aufeinanderfolgende Monate rückläufiger Innenverkäufe. Angesichts dieses Szenarios sind Software und künstliche Intelligenz zur neuen Quelle wiederkehrender Einnahmen geworden, durch Abonnements und Updates.

Wie Tu Le, der Geschäftsführer der Beratungsfirma Sino Auto Insights, feststellte: „Die Tatsache, dass fast alle Hersteller eine Version des intelligenten Fahrens anbieten, hebt diesen Markt von fast jedem anderen auf der Welt ab.“

Während die chinesischen Automobilexporte im ersten Quartal 2026 um mehr als 60 % zulegten, macht die Branche deutlich, dass das Auto der Zukunft nicht auf der mechanischen Teststrecke, sondern im KI-Server gewonnen wird.

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