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Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) prognostiziert, dass die Region im Jahr 2026 um 2,2% wachsen wird, eine nach unten korrigierte Schätzung im Vergleich zu den 2,3%, die im Dezember 2025 prognostiziert wurden. Kuba und Haiti sind die Hauptverantwortlichen für diese Verschlechterung, so der Prognosebericht, der am Montag veröffentlicht wurde.
Das UN-Organ hat gewarnt, dass 24 der 33 Länder der Region in diesem Jahr ihr Wachstum verlangsamen würden, wodurch sich vier aufeinanderfolgende Jahre mit Raten von rund 2,3% vollenden, was die CEPAL als eine Falle mit geringer Wachstumsfähigkeit beschreibt.
Cuba führt die Rückgänge mit einem -6,5% für 2026 an, was den Rückgang von -3,8% im Jahr 2025 verschärft.
Haití würde im Jahr 2026 einen Rückgang von -1,4% verzeichnen, jedoch mit einer leichten Verbesserung im Vergleich zu -2,7% im Vorjahr.
Das Gewicht beider Volkswirtschaften auf den mittleren Wert Zentralamerikas ist entscheidend: Während der Block im Jahr 2026 ein Wachstum von 2,2 % aufweist, steigt dieser Durchschnitt auf 3,9 %, wenn Kuba und Haiti ausgeschlossen werden, was den verzerrenden Effekt dieser beiden krisengeschüttelten Volkswirtschaften verdeutlicht.
Die CEPAL weist darauf hin, dass «wenn man diese beiden Volkswirtschaften ausschließt, der Durchschnitt im Jahr 2026 bei 3,9 % liegen würde, was einen leichten Anstieg im Vergleich zu den 3,8 % im Jahr 2025 darstellt».
Die kubanische Krise hat strukturelle Wurzeln, die sich in den ersten Monaten des Jahres 2026 dramatisch verschärft haben.
Nach der Festnahme von Nicolás Maduro am 3. Januar verlor Kuba zwischen 80 % und 90 % seiner venezolanischen Rohölimporte, was zwischen 25.000 und 35.000 Barrel pro Tag entspricht.
Mexiko stellte am 9. Januar auf Druck Washingtons seine Lieferungen ein, und Präsident Trump unterzeichnete am 29. Januar die Executive Order 14380, die Sekundärzölle auf jedes Land verhängte, das Öl nach Kuba exportierte.
Das Ergebnis ist eine Energiekrise mit Stromausfällen von bis zu 25 Stunden täglich und einem Generationdefizit von etwa 1.800 Megawatt.
Die Economist Intelligence Unit prognostizierte im Februar einen noch stärkeren Rückgang von 7,2% für Kuba im Jahr 2026, über der Schätzung der CEPAL.
Die kubanische Wirtschaft verzeichnet seit 2019 einen Rückgang von über 23 %, und ihr Pro-Kopf-BIP von 1,082.8 Dollar ist das niedrigste in ganz Lateinamerika und der Karibik, weit unter dem regionalen Durchschnitt von 10,212 Dollar.
Der Ökonom Elías Amor brachte es ohne Umschweife auf den Punkt: „Die kubanische Wirtschaft befindet sich bereits im Jahr 2025 in einer extremen Armutslage.“
In Haiti entspricht der Rückgang der Gewalt durch bewaffnete Gruppen, die einen Großteil von Port-au-Prince und drei Departements des Landes kontrollieren, mit 5,7 Millionen Menschen, die unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden.
Der Kontrast innerhalb der Region ist deutlich: Guyana führt das Wachstum mit einem 16,3% für 2026 an, angetrieben von seinem Ölsektor, gefolgt von Venezuela mit 6,5%, Nicaragua mit 4,5% und Paraguay mit 4,5%.
Der externe Kontext hilft ebenfalls nicht: Der Preis für WTI-Rohöl lag in den ersten drei Wochen im April 74 % über dem Durchschnitt von Dezember 2025, was globale inflationäre Druck erzeugt, der besonders die bereits geschwächten Volkswirtschaften wie die kubanische betrifft.
Mientras das Regime von Miguel Díaz-Canel weiterhin die US-Blockade für den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich macht, bestätigen die Daten der CEPAL, dass Kuba mit Abstand die schwächste Wirtschaft in ganz Lateinamerika und der Karibik ist, in einem Kontext, in dem die meisten seiner Nachbarn trotz globaler Schwierigkeiten positive Wachstumsraten aufweisen.
Der cubanische Regierung hat offiziell ein Wachstum von 1% für 2026 prognostiziert, eine Zahl, die unabhängige Ökonomen als völlig unrealistisch für die Realität der Insel ansehen.
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