Ohne Schutzhäuser: Regime lässt Opfer von machistischer Gewalt in Kuba schutzlos zurück

Kuba hat nicht genügend Zufluchtsstätten für Opfer von Gewalt gegen Frauen, wodurch Frauen und Kinder schutzlos bleiben. Kampagnen und Organisationen fordern die dringend notwendige Schaffung dieser essenziellen Unterkünfte.

Männliche Gewalt, ReferenzbildFoto © CiberCuba / Sora

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Der Gender-Observatorium der Zeitschrift Alas Tensas wies darauf hin, dass es in Kuba keine Schutzunterkünfte für Frauen und Kinder gibt, die Gewalt erfahren, obwohl diese Einrichtungen entscheidend sind, um ihren Schutz und ihre Sicherheit zu gewährleisten.

De acuerdo con lo expresado por Alas Tensa in ihren sozialen Netzwerken bieten diese temporären Zufluchtsorte umfassende Hilfe, psychologische Unterstützung und eine sichere Umgebung, in der die Opfer einen Prozess der Autonomie und des Empowerments beginnen können, insbesondere in Fällen, in denen sie keine familiären oder sozialen Unterstützungsnetzwerke haben. Allerdings gibt es im Land keine Infrastruktur, die diese Funktion erfüllen kann.

„In Kuba gibt es leider keine temporären Unterkünfte für Opfer von männlicher Gewalt“, betonte das unabhängige Observatorium.

Um dieses dringende Bedürfnis sichtbar zu machen, hat die Organisation YSTCC im Jahr 2023 die Kampagne „Für Zufluchten in Kuba – Jetzt!“ ins Leben gerufen, die Recherchen und Aktionen in sozialen Netzwerken beinhaltete und internationale Erfahrungen als Referenz nahm.

Das Ziel ist die Förderung der Schaffung dieser lebenswichtigen Räume für den Schutz von Opfern sexistischer Gewalt.

Das Observatorium betont, dass die Schutzhäuser „kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für Leben und Würde“ sind und dass ihre Abwesenheit viele Frauen und Kinder in eine äußerst verletzliche Lage bringt.

"Sie sind entscheidend, insbesondere für diejenigen, die keine familiären oder sozialen Unterstützungsnetzwerke haben, da sie den ersten Schritt zu einem gewaltfreien Leben darstellen", schrieb er/sie.

Die Feminizide in Kuba lassen viele Minderjährige in einer extremen Vulnerabilitätssituation zurück. Die Kinder der Opfer bleiben oft waisenkind und ohne den angemessenen Schutz des Staates, was auf eine fehlende öffentliche Politik zur Unterstützung dieser indirekten Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt hinweist.

Diese Woche haben die Plattformen YoSíTe Creo en Cuba (YSTCC) und das Gender-Observatorium von Alas Tensas (OGAT) bestätigt, dass 23 Frauen aus geschlechtsspezifischen Gründen ermordet wurden seit Beginn des Jahres 2025 im Land.

Die kubanische Regierung erkennt jedoch den Begriff "Feminizid" offiziell nicht an und hat ihn nicht als Straftat in ihrem Strafgesetzbuch verankert. Diese Negation verhindert die Schaffung effektiver öffentlicher Politiken zur Bekämpfung und Prävention von Geschlechterviolenz.

Häufig gestellte Fragen zur fehlenden Unterbringungseinrichtungen und zur geschlechtsspezifischen Gewalt in Kuba

Gibt es Zufluchtshäuser für Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt in Kuba?

Nein, in Kuba gibt es keine Zufluchtsstätten für Frauen und Kinder, die unter männlicher Gewalt leiden. Diese Abwesenheit lässt die Opfer ohne sicheren Rückzugsort und ohne umfassende Unterstützung zurück, um einen Prozess der Autonomie und des Empowerments zu beginnen. Zufluchtsstätten sind unerlässlich, um den Opfern sofortigen Schutz und psychologische Unterstützung zu bieten.

Welche Maßnahmen werden in Kuba ergriffen, um die Notwendigkeit von Schutzunterkünften für Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt sichtbar zu machen?

En 2023 startete die Organisation Yo Sí Te Creo in Kuba (YSTCC) die Kampagne „Für Zuflucht in Kuba, jetzt!“, die Recherchen und Aktionen in sozialen Netzwerken umfasste. Diese Kampagne zielt darauf ab, die Schaffung von lebenswichtigen Räumen zum Schutz von Opfern von patriarchalischer Gewalt zu fördern.

Was ist die Stellungnahme der kubanischen Regierung zum Femizid?

Der kubanische Staat erkennt den Begriff "Femizid" offiziell nicht an und hat ihn nicht als Straftat in seinem Strafgesetzbuch klassifiziert. Diese Ablehnung erschwert die Schaffung effektiver öffentlicher Politiken zur Bekämpfung und Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt. Trotz des sozialen Drucks und des unabhängigen Aktivismus hält das Regime an einer Haltung der Leugnung und Intransparenz im Umgang mit Statistiken über geschlechtsspezifische Gewalt fest.

Welche Auswirkungen hat die Gewalt gegen Frauen auf minderjährige Personen in Kuba?

Die Femizide in Kuba hinterlassen viele Minderjährige in extremer Verwundbarkeit. Die Kinder der Opfer bleiben oft ohne Eltern und ohne den angemessenen Schutz des Staates. Es gibt keine spezifischen Programme zur Unterstützung und Wiedergutmachung für die betroffenen Kinder, was auf einen Mangel an geschlechtssensiblen öffentlichen Politiken hinweist.

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