Locutora Laritza Camacho prangert die Müllkrise in Kuba an: „Wir könnten ein hervorragender Exporteur sein.“

Über die visuelle und umweltbezogene Auswirkung hinaus betonte er das gesundheitliche Risiko der aktuellen Situation, in einem Kontext, in dem Kuba seine schlimmste Gesundheitskrise seit Jahrzehnten durchlebt, mit einem Mangel an Medikamenten, fehlendem Fachpersonal und verschlechterter Infrastruktur.


Die Moderatorin und Sprecherin Laritza Camacho hat in einem aktuellen Beitrag auf Facebook erneut auf das schwerwiegende und anhaltende Problem der Abfallwirtschaft in Kuba hingewiesen, eine Krise, die über ästhetische Belange hinausgeht und direkt mit der öffentlichen Gesundheit, der Wirtschaft und dem strukturellen Verfall des Landes verbunden ist.

In einem ausführlichen, nachdenklichen und zutiefst ironischen Beitrag verglich Camacho die ökologischen Lösungen und Recyclingmodelle, die an anderen Orten der Welt implementiert werden, mit der ungesunden Realität der kubanischen Straßen, wo – ihrer Meinung nach – “Müllhaufen” angehäuft werden, während der Staat keine effektive Antwort formuliert und es privaten Unternehmern nicht erlaubt, nachhaltige Lösungen anzubieten.

Facebook-Beitrag/Laritza Camacho

Kuba könnte ein hervorragender Müllexporteur sein… denn ich gebe zu, wir haben Müll zu exportieren, aber vielleicht haben wir nicht das Geld, um ihn zu verarbeiten. Natürlich haben wir auch kein Bewusstsein dafür.

Müll, Gesundheit und Mangel an Medikamenten: eine tödliche Kombination

Über den visuellen und ökologischen Einfluss hinaus betonte die Sprecherin das gesundheitliche Risiko der aktuellen Situation, in einem Kontext, in dem Kuba seine schlimmste Gesundheitskrise seit Jahrzehnten durchlebt, mit einem Mangel an Medikamenten, fehlendem Fachpersonal und maroder Infrastruktur.

„Die Pest und die Ratten, die Hepatitis und die Viren aus der zersetzenden organischen Materie“, zählt Camacho als unmittelbare Folgen einer vernachlässigten und kontaminierten städtischen Umgebung auf.

In seinem Beitrag ruft er außerdem zu einer Aktion mit konkreten Vorschlägen auf: die Schaffung von Mipymes zur Abfallsammlung, die Einrichtung grundlegender Sortiersysteme, die Umsetzung von Gemeinschaftskompostieranlagen und die Transformation von Abfall in Arbeitsmöglichkeiten. „Dieser gemischte Müll generiert keine Einnahmen, kein Bürgerbewusstsein und kein Glück“, beklagte er.

Direkte Kritik am offiziellen Diskurs

Fiel ihrem direkten Stil äußerte Laritza Camacho Ironie über den Einsatz politischer Propaganda im Angesicht alltäglicher Probleme. „Die Müllsäcke sollten nicht Patria oder Muerte sagen… jeder aufgesammelte Müll verhindert Todesfälle, Krankheiten und Plagen… das heißt, sie sind gut für das Vaterland“, erklärte sie. Sie schlug sogar einen Slogan vor, der — so sagte sie ohne Umschweife — ihr egal wäre, wenn das Problem tatsächlich gelöst würde: „Müll gegen Blockade!“

Camacho ist mit dieser Art von Beschwerden nicht unbekannt. In der Vergangenheit hat sie in sozialen Medien sensible Themen wie Mangel, Bürokratie oder den Verfall öffentlicher Dienstleistungen aus einer bürgerlichen Perspektive angesprochen, die Humor, Kritik und Vorschläge vereint.

„Alle aufrufen, egal wie sie denken.“

Die Veröffentlichung endet mit einem dringenden Aufruf an die Behörden und den Rest der Gesellschaft, ein Problem, das seit Jahrzehnten ungelöst ist, nicht länger zu ignorieren: „An die Herrscher der Straßen sage ich, dass es DRINGEND ist (…) lassen Sie uns nicht wegen des Mülls diskutieren… der reicht, zumindest in Kuba, aus und übersteigt alles.“

In Zeiten, in denen Ressourcen knapp werden und die Nachlässigkeit an jeder Ecke zunimmt, hallt die Botschaft von Laritza Camacho wie ein Echo des Offensichtlichen: Müll ist nicht mehr nur Abfall, sondern ein Symptom.

Häufig gestellte Fragen zur Müllkrise in Kuba

Wie ist die aktuelle Situation der Abfallwirtschaft in Kuba?

Die Abfallbewirtschaftung in Kuba befindet sich in einer kritischen Lage, mit Müllansammlungen auf den Straßen, die die öffentliche Gesundheit, die Wirtschaft und die Lebensqualität der Bürger beeinträchtigen. Die fehlende wirksame Reaktion seitens des Staates und die Unmöglichkeit für private Unternehmer, nachhaltige Lösungen anzubieten, verschärfen das Problem.

Welchen Einfluss hat die Ansammlung von Müll auf die öffentliche Gesundheit in Kuba?

Die Ansammlung von Müll in Kuba stellt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar, da sie die Verbreitung von Schädlingen wie Ratten und Fliegen begünstigt und die Ausbreitung von Krankheiten wie Hepatitis erhöht. Diese Situation ist besonders besorgniserregend in einem Kontext der öffentlichen Gesundheitskrise, mit Arzneimittelknappheit und einem Mangel an Fachpersonal.

Welche Vorschläge gibt es zur Lösung der Abfallkrise in Kuba?

Laritza Camacho schlägt mehrere Vorschläge zur Bewältigung der Abfallkrise in Kuba vor, einschließlich der Schaffung von Mikrounternehmen zur Abfallentsorgung, der Implementierung von grundlegenden Sortiersystemen und gemeinschaftlichen Kompostieranlagen sowie der Nutzung von Abfällen als Arbeitsmöglichkeiten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Einkommen zu generieren, das Bewusstsein der Bürger zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie reagiert die kubanische Regierung auf die Kritik an der Abfallbewirtschaftung?

Die kubanische Regierung hat keine effektive Antwort auf die Kritik an der Abfallbewirtschaftung formuliert. Trotz der ständigen Beschwerden der Bevölkerung haben Ineffizienz und Mangel an Ressourcen eine wirksame Lösung des Problems verhindert, wodurch die Bürger den unsicheren und gefährlichen Bedingungen ausgeliefert sind.

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