Von Ruhm zu Trümmern: das traurige Ende des Hipódromos von Marianao

Nach dem Machtantritt des verstorbenen Diktators Fidel Castro wurde die Rennbahn 1967 geschlossen. Heute dienen die Ruinen als Lager für Fahrzeuge des Unternehmens Transimport, während die sichtbaren Strukturen langsam zerfallen.

Hipódromo de Marianao, offiziell bekannt als Oriental ParkFoto © Screenshot/YouTube/@Yasevids

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Das, was einst ein Symbol für den Glanz Havannas und ein Zeichen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im westlichen Kuba war, liegt heute in Trümmern. Das Hipódromo de Marianao, offiziell bekannt als Oriental Park, erlebt seinen Niedergang als staatliches Lagerhaus nach Jahrzehnten der Vernachlässigung und des Verfalls.

Die Geschichte dieses Gebäudes, das am 14. Januar 1915 eingeweiht wurde, spiegelt teilweise den Niedergang vieler architektonischer und kultureller Juwelen des republikanischen Cuba wider.

Fue der kubanische Exilunternehmer Miguel Grillo Morales, ein Liebhaber des Pferderennens, der auf Facebook die Erinnerung an die Rennbahn wieder auflebte, indem er kürzlich ein Video des Schöpfers Yasevids auf YouTube teilte, begleitet von einer harten, aber gefühlvollen Reflexion.

Facebook-Beitrag/Miguel Grillo Morales

„Die Kosten der Zerstörung, die das fidelistische Regime der Insel Kuba hinterlassen hat, sind incalculable. Nichts wurde von diesem totalitären Wahn verschont. Hier ist der Oriental Park, einer der schönsten Rennbahnen Amerikas, vollständig zerstört“, schrieb der kubanisch-amerikanische.

Eine luxuriöse Kulisse für große Events

Gelegen zwischen den Straßen 102 und 114 und von der Avenida 61 bis zur Eisenbahnlinie von Guanajay, wurde der Oriental Park vom kubanisch-amerikanischen Jockey Club verwaltet. Er hatte eine Kapazität von 8.000 Zuschauern, Tribünen, die zwischen dem großen Stand und dem kleinen Stand aufgeteilt waren, Ställe, Druckereien, Schmieden, Gärten und einen exklusiven Club. In seinen Räumlichkeiten fanden Bälle, Hochzeiten und Quinceañera-Feiern aus der Nachbarschaft statt.

Neben den aufregenden Rennen der Vollblut-Pferde beherbergte die Rennbahn historische Ereignisse wie den "Kampf des Jahrhunderts" im Boxen im Jahr 1915, zwischen Jack Johnson und Jess Willard, einem umstrittenen Duell, bei dem der erste schwarze Weltmeister im Schwergewicht angeblich absichtlich verlor.

Der Oriental Park war ebenfalls ein Treffpunkt für Filmstars wie Rita Hayworth, Kirk Douglas, Errol Flynn und weniger bekannte Figuren wie die Mafiosi Lucky Luciano und Meyer Lansky. Alle Präsidenten der Republik haben die Rennbahn mindestens einmal besucht, und sogar die Bartträger der Rebel Armee ließen sich dort im Januar 1959 ablichten, nur wenige Tage nach ihrem Einmarsch in Havanna.

Vom Symbol des Wohlstands zu den Trümmern des Vergessens

Nach dem Machtantritt des verstorbenen Diktators Fidel Castro wurde die Rennbahn 1967 geschlossen. Heute dienen ihre Ruinen als Lager für Fahrzeuge der Firma Transimport, während die sichtbaren Strukturen langsam verfallen, wie die Website Cubanet erinnerte.

Ganz in der Nähe überlebt die alte Oriental Mansion, die Jockeys und Fans beherbergte, als heruntergekommenes Herrenhaus, bewohnt von Nachbarn unter prekären Bedingungen.

Was einst eine Quelle von Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Dynamik und sozialem Zentrum für Marianao war, ist zum Spiegelbild städtischer Degradation und des Verfalls des nationalen Erbes geworden. Der Niedergang des Oriental Parks spiegelt auch den Verfall eines Modells modernistischer, lebendiger Städte wider, das einst mit internationalen Hauptstädten konkurrieren konnte.

Heute bleibt nur die Erinnerung, die Fotos, die Zeugenaussagen... und eine stille Warnung zwischen Ruinen: wenn die Geschichte aufgegeben wird, wird das Land über das Wirtschaftliche hinaus verarmt.

Häufig gestellte Fragen zum Verfall des Hippodroms von Marianao und dem Verlassen des Erbes in Kuba

Was ist mit dem Hipódromo de Marianao geschehen?

Die Rennbahn von Marianao, bekannt als Oriental Park, ist in Ruinen und wurde in ein staatliches Lagerhaus umgewandelt. Eröffnet im Jahr 1915, war sie ein Symbol des Wohlstands in Kuba, fiel jedoch nach der Schließung 1967 unter dem Regime von Fidel Castro in den Verfall. Heute zerfallen ihre Strukturen langsam und spiegeln die Degradierung eines wichtigen Teils des kubanischen Erbes wider.

Warum ist das Hipódromo de Marianao in der Geschichte Kubas wichtig?

Das Hipódromo de Marianao war ein Symbol für den Glanz Havannas und ein wichtiger sozialer und wirtschaftlicher Mittelpunkt im westlichen Kuba. Es wurde vom kubanisch-amerikanischen Jockey Club betrieben und beherbergte bedeutende Sport- und gesellschaftliche Veranstaltungen, darunter den berühmten "Kampf des Jahrhunderts" im Boxen im Jahr 1915. Es war auch ein Treffpunkt für berühmte Persönlichkeiten aus Film und Politik der damaligen Zeit.

Wie spiegelt sich der Verfall des Hipódromos de Marianao in der aktuellen Situation Kubas wider?

Der Verfall des Hipódroms von Marianao spiegelt die Dekadenz des kulturellen und architektonischen Erbes Kubas unter dem sozialistischen Regime wider. Dieser Fall ist Teil eines umfassenderen Musters des Verfalls historischer Infrastrukturen in ganz Kuba, wo emblematische Orte durch mangelnde Wartung, Investitionen und angemessene Verwaltung seitens der Regierung in Ruinen zurückgelassen wurden.

Welche anderen Strukturen in Kuba sind ebenfalls von ähnlicher Degradation bedroht?

Zahlreiche Gebäude und historische Stätten in Kuba, wie der Chinesische Friedhof in Havanna und der Flughafen von Ciego de Ávila, befinden sich ebenfalls in einem alarmierenden Zustand der Vernachlässigung. Diese Orte, die einst Symbole des kulturellen und wirtschaftlichen Reichtums des Landes waren, sehen sich nun dem Verfall gegenüber, bedingt durch staatliche Trägheit und einen Mangel an Ressourcen für ihre Erhaltung.

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