Dimitierte sie oder wurde sie abgesetzt?: Memes begraben die Arbeitsministerin, nachdem sie geleugnet hat, dass es Bettler in Kuba gibt

Die Arbeitsministerin von Kuba, Marta Elena Feitó, trat zurück, nachdem sie die Existenz von Obdachlosen im Land geleugnet hatte, was eine Welle von Memes und Kritiken auslöste, die die Realität der Armut auf der Insel verdeutlichen.

Mendigos in Kuba / Meme von Marta Elena FeitóFoto © CiberCuba / Facebook Jimmy Codm

Wenige Stunden nachdem sie mit aller Ernsthaftigkeit im Parlament verkündet hatte, dass „es in Kuba keine Bettler gibt“, wurde die Ministerin für Arbeit und soziale Sicherheit, Marta Elena Feitó Cabrera, zum viralsten Meme der Woche und trat nebenbei zurück.

Soziale Medien

Am Montag wurde die Armut in Kuba geleugnet, und die Reaktion in den sozialen Medien war so stark, dass Feitó am Dienstag seinen Rücktritt einreichte. Eine Reaktionsgeschwindigkeit, die sich die Abläufe in jedem Büro seines eigenen Ministeriums wünschen würden.

Facebook 4to Bate

Die ehemalige Ministerin erklärte unbeirrt, dass die Menschen, die um Almosen bitten, “als Penner verkleidet” seien und dass sie in Wirklichkeit nur “Alkoholgetränke an der Ecke” suchen. Als ob das nicht genug wäre, bestritt sie, dass es Kubaner gibt, die in Mülltonnen nach Essbarem suchen, und beschuldigte sogar die “Taucher”, “illegale Selbstständige” zu sein.

Die sozialen Medien ließen nicht lange auf sich warten und reagierten mit Kreativität, scharfen Humor… und Feuer. Innerhalb weniger Stunden wurde die Beamtin in Montagen dargestellt, in denen sie elegant gekleidet zwischen Müllcontainern von Havanna oder mit einer Tasse La Mesa Redonda in der Hand Windschutzscheiben an einer Ampel putzt.

Facebook Jimmy Codm

Verschiedene kubanische Komiker haben sich durch ihre ironischen Botschaften gegen die Beamtin hervorgetan. Luis Silva widmete ihr ein virales Lied und Rigoberto Ferrera entfachte die Debatte, indem er behauptete: Wenn es Menschen gibt, die sich als Bettler verkleiden, gibt es auch Menschen, die sich als Minister verkleiden in Kuba.

Andere Memes luden zu einer "Kostümparty" ein, bei der man nicht mehr wusste, wer der Bettler, wer der Beamte und wer einfach nur versuchte, auf der Insel zu überleben.

Der Hashtag #BájateDelCarroYDimite hat sich schnell als der Spruch des Moments etabliert, und es fehlte nicht an jemandem, der sagte: „die Legende besagt, dass sie zurückgetreten wurde“.

Angesichts des unaufhaltsamen Skandals akzeptierten das Politbüro und der Staatsrat den Rücktritt von Feitó. Eine elegante Art zu sagen, dass jemand sie sanft an die Schulter tippte und ihr vorschlug, das Ministerinnenkostüm abzulegen, um mit dieser Geste "das Image der Regierung zu retten".

Facebook Adelth Bonne Gamboa

Mientras tanto, die Realität auf den Straßen widerspricht weiterhin den offiziellen Reden. Im Gegensatz zu den Memes wird die Armut in Kuba nicht bearbeitet und nicht verheimlicht.

Facebook La Tijera

Häufig gestellte Fragen zur Rücktritt der Arbeitsministerin in Kuba und ihren Aussagen

Warum trat Marta Elena Feitó Cabrera als Arbeitsministerin in Kuba zurück?

Marta Elena Feitó Cabrera tratete nach einer heftigen öffentlichen Kontroverse zurück, die durch ihre Aussagen ausgelöst wurde, in denen sie die Existenz von Bettlern in Kuba leugnete und Menschen in Obdachlosigkeit als "verkleidete Bettler" bezeichnete. Ihre Worte stießen auf breiten sozialen und politischen Widerstand, was zu ihrem Rücktritt führte, der vom Politbüro und dem Staatsrat akzeptiert wurde.

Was sagte die Ministerin über die Bettler in Kuba?

Die Ministerin Marta Elena Feitó Cabrera erklärte, dass es in Kuba keine Bettler gibt, sondern Personen, die "als Bettler verkleidet" sind und "einen leichten Lebensstil" durch Geld suchen. Diese Aussagen wurden als unsensibel und realitätsfremd wahrgenommen, was eine Welle der Empörung innerhalb und außerhalb Kubas auslöste.

Wie reagierten die sozialen Medien und die Öffentlichkeit auf die Aussagen der Ministerin?

Die sozialen Medien explodierten vor Kritik und Memes gegen die Ministerin und wurden zu einem viralen Trend. Humoristen, Intellektuelle und gewöhnliche Bürger äußerten ihren Unmut mit ironischen und kreativen Botschaften und hoben die Diskrepanz zwischen dem offiziellen Diskurs und der Realität in Kuba hervor.

Was war die Haltung der kubanischen Regierung zur Rücktritt der Ministerin?

Der kubanische Staat, durch das Politbüro und den Staatsrat, akzeptierte den Rücktritt der Ministerin nach einer gemeinsamen Analyse, in der Feitó selbst ihre Fehler eingestand. Präsident Miguel Díaz-Canel äußerte sich ebenfalls indirekt und kritisierte die mangelnde Sensibilität im Umgang mit sozialer Verwundbarkeit.

Welchen Einfluss hatten die Äußerungen der Ministerin auf die Wahrnehmung der Armut in Kuba?

Die Äußerungen der Ministerin haben die Diskrepanz zwischen der offiziellen Rhetorik und der kubanischen Realität offengelegt und zudem eine Debatte über Armut und das mangelnde Einfühlungsvermögen der Regierung gegenüber den verletzlichsten Bevölkerungsgruppen ausgelöst. Intellektuelle und Aktivisten haben den Moment genutzt, um ein echtes Anerkennen und eine tatsächliche Aufmerksamkeit für diese sozialen Probleme einzufordern.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.