José Daniel Ferrer warnt Raúl Castro und Díaz-Canel: „Euch bleibt nicht viel Zeit, sie werden auch euch zur Verantwortung ziehen.“



Der Führer von UNPACU warnte Raúl Castro und Díaz-Canel vor einem drohenden Zusammenbruch nach der Festnahme von Maduro. Der Sturz des Chavismus könnte das kubanische Regime destabilisieren.

José Daniel Ferrer, Miguel Díaz-Canel und Raúl CastroFoto © Facebook / José Daniel Ferrer García - misiones.cubaminrex.cu

Der cubanische Oppositionsführer José Daniel Ferrer, Koordinator der Patriottischen Union von Kuba (UNPACU), richtete am Samstag eine eindeutige Botschaft an die kubanischen Herrscher Raúl Castro und Miguel Díaz-Canel, nach der Festnahme von Nicolás Maduro in Venezuela durch US-Truppen.

In einer Nachricht, die auf seinem Konto bei X (früher Twitter) veröffentlicht wurde, erklärte Ferrer, dass die Festnahme des venezolanischen Regierungschefs und der Sturz des chavistischen Regimes „das Ende der Verbündeten“ von Havanna in der Region markieren.

„Es ist das Ende seiner Verbündeten: Nicolás Maduro, Diosdado Cabello, Vladimir Padrino und andere Führer dieser kriminellen Tyrannei“, schrieb er.

Der Oppositionspolitiker versicherte, dass Kuba das „Hauptzentrum“ des Kommunismus in Lateinamerika sei, und warnte die kubanischen Führer, dass ihnen „sehr wenig Zeit bleibt“.

In einem herausfordernden Ton fügte Ferrer hinzu: „Sie werden auch euch angreifen. Fliegt schnell nach Moskau. Danach könnte es zu spät sein. Lasst das kubanische Volk die Kontrolle über sein Schicksal übernehmen. Ab ins Flugzeug!“, was klar auf eine mögliche internationale Intervention oder den Zusammenbruch des kubanischen Regimes anspielte.

Die Botschaft des Aktivisten, der mehrfach vom kubanischen Regime inhaftiert wurde, sorgte für eine starke Resonanz in sozialen Netzwerken und unter der Exilgemeinde in Miami, wo mehrere Oppositionsführer übereinstimmen, dass der Fall Maduras einen historischen Schlag gegen den Castroismus bedeutet.

Ferrer, eine der stärksten Stimmen innerhalb der kubanischen Dissidenz, hat über Jahre hinweg angeprangert, dass Havanna die Machtstrukturen in Venezuela kontrolliert und dass das Überleben beider Regime von ihrer politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kooperation abhängt.

Mit dem Zusammenbruch des Chavismus sieht die kubanische Opposition einen regionalen Dominoeffekt, der das Ende der Achse Kuba-Venezuela-Nikaragua herbeiführen könnte, welche im 21. Jahrhundert das Symbol des autoritären Regimes auf dem Kontinent darstellt.

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