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Die US-Politik fand am vergangenen Wochenende erneut ihren Weg auf die Bühne von Saturday Night Live und zwar mit einer direkten Satire auf das Kabinett von Präsident Donald Trump, wobei der Fokus auf zwei besonders sensiblen Themen für Kubaner innerhalb und außerhalb der Insel lag: Venezuela und die Verschärfung der Einwanderungspolitik durch den Dienst für Einwanderung und Zollkontrolle (ICE).
Laut einem Bericht von The Washington Post begann die erste Episode von SNL im Jahr 2026 mit einem Sketch, in dem der Komiker James Austin Johnson, der als Trump auftrat, das wiederholte, was er als die „fast legalen Dinge“ bezeichnete, die seine Regierung während der Winterferien gemacht hatte.
Von einem falschen Büro im Weißen Haus aus stellte die Figur ihr Team als eine Galerie von „seltsamen Kreaturen, Monstern und Alpträumen“ vor, in einer der aggressivsten Eröffnungen der Saison.
Einer der am meisten kommentierten Momente kam, als der “Trump” von Johnson sich rühmte, Nicolás Maduro gestürzt zu haben, und ihn mit schwarzem Humor als einen “verkehren Santa Claus” beschrieb, der durch den Kamin herunterkommt, um ihn in einem Sack mitzunehmen.
Die Szene stellte sofort eine Verbindung zu einer Realität her, die das kubanische Publikum gut kennt: das Gewicht Venezuelas in der regionalen Politik und dessen direkten Einfluss auf Kuba.
Der Sketch beinhaltete auch eine Parodie des Außenministers Marco Rubio, gespielt vom kubanisch-amerikanischen Marcello Hernández. Als die Figur versuchte, sich „an das kubanische Volk“ auf Spanisch zu wenden, wurde sie abrupt von Trump unterbrochen mit einem Satz, der Lacher hervorrief, aber auch eine unangenehme Lesart über die politische Nutzung der kubanischen Community in den USA hinterließ: „Hier nicht. Hat mir überhaupt nicht gefallen.“
Die Verarschung setzte sich fort mit dem Auftritt der Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, die als Karikatur extremer Härte präsentiert wurde. In einem sarkastischen Ton stellte die Figur groteske Fragen, um ICE-Agenten zu rekrutieren, eine Szene, die bei Migranten, die ständig Angst vor Razzien, Festnahmen und Abschiebungen leben, stark nachhallte.
Der Abschlussteil wurde von dem Verteidigungsminister Pete Hegseth, gespielt von Colin Jost, geleitet, der sich mit Metal-Musik und geschmacklosen Witzen über die militärische Operation in Venezuela lustig machte, bevor er eine ironische Warnung an andere Länder richtete. Das Lachen des Publikums stand im Kontrast zur Direktheit der Botschaft: Krieg, Repression und Migration wurden zu einem Spektakel gemacht.
Über den Humor hinaus verdeutlichte die Episode, wie politische Entscheidungen, die das Leben von Millionen von Menschen direkt betreffen – Migranten, Exilierte, getrennte Familien – satirisch dargestellt werden können, ohne ihre symbolische Bedeutung zu verlieren.
Wie The Washington Post hervorhob, verwendete Saturday Night Live erneut Humor, um reale Spannungen widerzuspiegeln. Und dieses Mal standen Venezuela und das ICE im Mittelpunkt eines Skripts, das, obwohl komisch, sehr sensible Themen für die kubanische Diaspora ansprach.
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