Westliche Armee Kubas sorgt für Spott wegen Übungen mit veraltetem Waffenmaterial für die “Volkskrieg”



Kubaner trainieren für den KriegFoto © Facebook Ejército Occidental de Cuba

Die sozialen Medien waren voller ironischer Kommentare nach der Verbreitung von Bildern und Videos des sogenannten „Wettbewerbs zur Kampfausbildung“, der vom Westlichen Heer anlässlich des Nationalen Verteidigungsstags organisiert wurde.

Die Szenen, die von den offiziellen kubanischen Konten selbst verbreitet wurden, zeigten Jugendliche, die mit veralteten Waffen trainierten und an militärischen Übungen teilnahmen, die viele Nutzer eher als Spektakel denn als echte militärische Vorbereitung betrachteten.

Der Event fand im Centro de Estudios Menelao Mora in Artemisa statt, wo Bataillone der Infanterie aus den Militärregionen Artemisa und Pinar del Río teilnahmen.

Das Ziel war es, „das Niveau der Ausbildung, Disziplin, Kohäsion und ideologischen Vorbereitung“ der Kämpfer zu bewerten. Allerdings sorgte das veröffentlichte Bildmaterial für eine Welle des Spottes aufgrund der sichtbaren Prekarität in jeder Szene.

In anderen Bildern sind junge Menschen mit alten Gewehren zu sehen, ohne Schutzkleidung, die unter brennender Sonne und in minimalen materiellen Bedingungen Übungen durchführen.

Verschiedene Internetnutzer wiesen darauf hin, dass die angebliche „Doktrin des Krieges des ganzen Volkes“ zu einer Form der internen Propaganda geworden ist, die von der zeitgenössischen militärischen Realität losgelöst ist.

„Übung ohne Helme, Museumsgewehre und kaputte Uniformen“, fasste einer der Kommentare in den sozialen Medien zusammen. Der Vergleich mit modernen Verteidigungsstandards, insbesondere mit den US-Streitkräften, zeigt deutlich den symbolischen Charakter dieser Art von Aktivitäten, die mehr auf ideologische Kontrolle als auf eine effektive Vorbereitung ausgerichtet sind.

Das kubanische Regime fördert seit Jahrzehnten die „Krieg des ganzen Volkes“ als defensive Strategie, die auf der massiven zivilen Mobilisierung im Falle einer angeblichen ausländischen Invasion basiert.

Dennoch erscheinen die Wochenendübungen in einem Land, das in Armut versinkt, von Stromausfällen, Hunger und zunehmendem Militärdienstverweigerung geprägt ist, eher wie eine Kulisse der Vergangenheit als wie eine realistische Übung.

Während die Regierung versucht, eine Einheit zwischen dem Volk und den Streitkräften zu präsentieren, bewirken die Bilder von unerfahrenen Jugendlichen, die alte Waffen tragen, genau das Gegenteil: eine Mischung aus Mitleid, Empörung und Lachen angesichts der Offenbarung eines Landes, das zerfällt, aber weiterhin im Takt leerer Parolen marschiert.

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