Ein spanischer Tourist namens David hat eine intensive Debatte in den sozialen Medien ausgelöst, nachdem er ein Video vom Malecón in Havanna geteilt hat, in dem er die privilegierte Aussicht zeigt, die er vom Hotel Paseo del Prado genießt.
„Guten Morgen, heute ein Gruß vom Malecón in Havanna, Kuba. Heute ist so ein schöner Tag. Schaut euch dieses tolle Hotel an, man sieht den ganzen Malecón hier, am Paseo del Prado. Viele Grüße aus Kuba“, kommentierte der Besucher in dem auf TikTok veröffentlichten Clip.
Dennoch fiel vielen Nutzern, über die Landschaft und den enthusiastischen Ton der Botschaft hinaus, ein weiteres Detail besonders auf: die geringe Fahrzeugbewegung auf der emblematischen Habaner Allee.
In den Bildern sind nur ein paar Autos zu sehen, die über den Malecón fahren, was mehrere Internetnutzer sofort mit der Kraftstoffkrise in Verbindung brachten, die das Land seit Monaten betrifft.
„Wie fühlt es sich an, fast die einzige freie Person auf einer so großen Insel zu sein?“, fragte ein Nutzer. Andere waren direkter: „Sind Sie der Einzige im Hotel? Gibt es Strom?“ und „Man merkt den Mangel an Treibstoff, es gibt nicht einmal Autos am Malecón. Nur zwei Autos auf dem gesamten Abschnitt!“.
Es gab auch ironische Kommentare, die den Besucher einluden, beliebte Stadtteile Havannas wie Mantilla, La Güinera, Centro Habana oder Guanabacoa zu erkunden, was klar auf die harte Realität anspielt, mit der viele Kubaner außerhalb der touristischen Kreise konfrontiert sind.
Der Kontrast zwischen dem klaren Blick auf den Malecón und den Fragen zu Stromausfällen, Benzinmangel und geringer Hotelbelegung belebte die Debatte in den sozialen Netzwerken über die wirtschaftliche Lage des Landes, die die Bevölkerung besonders hart trifft, während der Tourismus versucht, eine der wichtigsten Devisenquellen zu bleiben.
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