„Es gibt keine Tiraden über die Vergangenheit. Es geht um die Zukunft“: So sind die geheimen Gespräche zwischen Rubio und „El Cangrejo“



Raúl Castro umarmt seinen Enkel Raúl Guillermo Rodríguez CastroFoto © Facebook / Hypermedia Magazine

Mientras der Präsident Miguel Díaz-Canel weiterhin den "Belagerung" der Vereinigten Staaten anprangert und der Vize-Minister Carlos Fernández de Cossío jegliche politische Verhandlung mit Washington ausschließt, zeichnen neue Enthüllungen ein sehr anderes Bild hinter den Kulissen.

Según revelte Axios diesen Mittwoch, sind die Gespräche zwischen dem Außenminister Marco Rubio und Raúl Guillermo Rodríguez Castro, dem Enkel von Raúl Castro, der als “El Cangrejo” bekannt ist, nicht von ideologischen Vorwürfen oder historischen Reprimanden geprägt. Im Gegenteil. 

„Sie ist das Augenlicht ihres Großvaters“, sagte eine von dem Medium zitierte Quelle und beschrieb den jungen Castro als Schlüsselperson im engen Machtkreis in Havanna mit Verbindungen zum militärisch-wirtschaftlichen Konglomerat GAESA.

Die gleiche Quelle versicherte, dass die Gespräche „überraschend freundlich“ verlaufen sind. „Es gibt keine politischen Tiraden über die Vergangenheit. Es geht um die Zukunft“, fügte sie hinzu. 

Der Satz steht im Gegensatz zum gewohnten Ton der offiziellen kubanischen Rede, der weiterhin in der Erzählung von der historischen Konfrontation mit den Vereinigten Staaten verankert ist.

In den letzten Tagen hat Díaz-Canel öffentlich die "Feindseligkeit" Washingtons angeprangert, während Fernández de Cossío erneut betont hat, dass Kuba seine Verfassung, sein sozialistisches System oder die Freilassung politischer Gefangener nicht zur Diskussion stellen wird.

In einem Interview mit EFE war der Vizeaußenminister kategorisch: Es gibt keinen Verhandlungstisch und „wir haben nicht die Absicht, über interne Reformen zu sprechen“. Die offizielle Botschaft ist eindeutig: technische Zusammenarbeit, vielleicht; politische Transformation, keine.

Sin embargo, die Beschreibung von Axios deutet auf einen parallelen, diskreten Kanal hin, der sich auf zukünftige Szenarien konzentriert. Es handelt sich – so ein hochrangiger amerikanischer Beamter – nicht um formelle „Verhandlungen“, sondern um Gespräche, die erkunden, was als Nächstes kommen könnte. 

Die eigene Administration von Trump war klar in Bezug auf ihr strategisches Ziel. „Unsere Position – die Position der Regierung der Vereinigten Staaten – ist, dass das Regime verschwinden muss“, erklärte ein hochrangiger Beamter, der von Axios zitiert wurde. „Wie das genau aussehen wird... das hängt vom Präsidenten Trump ab, und er hat sich noch nicht entschieden. Rubio führt weiterhin Gespräche mit dem Enkel.“

In diesem Kontext ist der Gegensatz noch auffälliger. Während Havanna öffentlich darauf besteht, dass es keinen Dialog gibt und jede Debatte über das politische System ablehnt, spricht Washington offen von einem Regimewechsel und pflegt gleichzeitig einen scheinbar pragmatischen Kanal mit dem engsten Umfeld von Raúl Castro.

Die von den amerikanischen Quellen beschriebene Herzlichkeit deutet darauf hin, dass zumindest in diesem Kanal die historische Legitimität des Kastrowismus nicht diskutiert wird und alte Wunden des Exils nicht wieder aufgerissen werden. Es wird vom “Zukunft”.

Dieser Farbton ist relevant. Er deutet darauf hin, dass das Weiße Haus möglicherweise eine verhandelte Übergabe von innen heraus erkunden könnte, wie es bereits in Venezuela nach der Festnahme von Nicolás Maduro der Fall war. Dort blieb ein Teil des chavistischen Apparats während des Stabilisierung Prozesses im Amt. 

In Kuba ist der Gesprächspartner nicht Díaz-Canel —den Washington als einen Aparatschik  ohne echten Handlungsspielraum wahrnimmt— sondern das direkte Umfeld des Mannes, den viele immer noch als den wahren Entscheider betrachten: den nonagenarischen General Castro. 

Die Offenbarung zeigt eine doppelte Erzählung. Nach außen hin vertritt das Regime eine Rhetorik der ideologischen Festigkeit und der verfassungsmäßigen Unbeweglichkeit. Nach innen, so Axios, finden Gespräche statt, die sich auf die Zukunft konzentrieren.

Es ist unklar, wie weit diese Kontakte vorankommen werden und welches Übergangsmodell daraus entstehen könnte. Trump hat die endgültige Strategie gegenüber Kuba noch nicht definiert, und Rubio analysiert weiterhin die Optionen.

Pero der Kontrast ist bereits deutlich: Während die offizielle kubanische Rhetorik in die Vergangenheit blickt und Grenzen bekräftigt, würde der diskrete Kanal, der von Axios reveliert wurde – sofern er sich in vollem Umfang bestätigt – nach vorne schauen.

Und in der Politik markiert manchmal der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft den Beginn eines gegenwärtigen Wandels

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