Marco Rubio wird an dem CARICOM-Gipfel teilnehmen: strategische Wende in einem Forum, das historisch eng mit Kuba verbunden ist



Marco RubioFoto © Flickr/U.S. Department of State

Der US-Außenminister, Marco Rubio, wird am 25. Februar an der 50. ordentlichen Sitzung der Konferenz der Regierungschefs der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) teilnehmen, die in Saint Kitts und Nevis stattfinden wird.

Der Ankündigung wurde vom US-Außenministerium gemacht, das mitteilte, dass Rubio Treffen mit karibischen Führungspersönlichkeiten abhalten wird, um „gemeinsame Prioritäten“ voranzutreiben, darunter die Stärkung der regionalen Sicherheit, die Zusammenarbeit gegen illegale Einwanderung und den Menschenhandel sowie die Förderung von wirtschaftlichem Wachstum, Gesundheit und Energiesicherheit.

Laut dem stellvertretenden Hauptsprecher Tommy Pigott wird der Besuch das Engagement Washingtons bekräftigen, mit den Mitgliedstaaten von CARICOM zusammenzuarbeiten, um „die Stabilität und den Wohlstand in der Hemisphäre zu verbessern“.

CARICOM: regionale Integration mit politischem Gewicht

CARICOM wurde am 4. Juli 1973 durch den Vertrag von Chaguaramas gegründet, mit dem Ziel, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, Außenpolitiken zu koordinieren und die menschliche Entwicklung sowie die Sicherheit zwischen den Ländern der Karibik zu unterstützen.

Der Block besteht aus 15 vollwertigen Mitgliedstaaten, überwiegend anglofonen Nationen wie Jamaica, Barbados, Trinidad und Tobago, Guyana, Bahamas und Antigua und Barbuda, unter anderem.

Im Laufe der Jahrzehnte hat CARICOM eine bedeutende diplomatische Rolle in der Karibik gespielt, einschließlich gemeinsamer Positionen zu sensiblen hemisphärischen Themen.

Die historische Verbindung zu Kuba

Aunque Kuba kein vollwertiges Mitglied des Blocks ist, behält es den Status eines Beobachtungslandes und hat eine historische Beziehung zur Organisation.

Im Jahr 1972 stellten vier karibische Länder diplomatische Beziehungen zu Havanna her und stellten sich damit dem von den Vereinigten Staaten während des Kalten Krieges geförderten Isolationismus entgegen. Dieses Ereignis wird jedes Jahr am 8. Dezember als CARICOM-Cuba-Tag gefeiert.

Seitdem hat der Block der Insel in verschiedenen Foren und Gipfeln politischen Raum gegeben und ist zu einem der wenigen regionalen Mechanismen geworden, in denen Kuba kontinuierliche diplomatische Unterstützung gefunden hat.

Ein neues regionales Gleichgewicht?

Die Anwesenheit von Marco Rubio auf dem Gipfel stellt einen bedeutenden Moment in der geopolitischen Dynamik der Karibik dar. CARICOM, traditionell als Raum gesehen, in dem Kuba privilegierte Kontakte hatte, erhält nun eine direkte und hochrangige Teilnahme der US-Regierung.

Die von Washington angekündigte Agenda zielt auf Prioritäten ab, die mit der aktuellen Außenpolitik der Vereinigten Staaten übereinstimmen, insbesondere in Bezug auf Migration, Sicherheit und Energie, Bereiche von zunehmend strategischem Interesse in der Region.

Rubios Teilnahme könnte als ein Versuch der Vereinigten Staaten interpretiert werden, ihren Einfluss in der Karibik im Kontext geopolitischer Konkurrenz und einer Umstrukturierung regionaler Allianzen zu stärken.

In der Zwischenzeit positioniert sich CARICOM weiterhin als ein Schlüsselakteur im diplomatischen Gleichgewicht der Hemisphäre und pflegt sowohl Beziehungen zu Washington als auch zu Havanna.

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