Ein Audio-Video, das in sozialen Netzwerken vom Unternehmer Alexis Oliva Gea verbreitet wurde, zeigt den Ruin des ehemaligen Liceo de Guanabo im Municipio La Habana del Este und hat zahlreiche Reaktionen von Kubanern ausgelöst, die den Verlust eines der am meisten geschätzten Freizeiträume des Badeorts bedauern.
Der Regisseur veröffentlichte auf Facebook eine Panorama der verwüsteten Einrichtungen der Institution, begleitet von einem kurzen Text mit dem Titel: „Liceo de Guanabo: Echos der Stille“.
Der Ort, wie Oliva beschrieb, war ein „ehemaliger Treffpunkt der Jugend, der heute zu einem Symbol für Erinnerung und Dekadenz geworden ist“. In einem späteren Kommentar fügte er hinzu, dass „heute seine Ruinen das Gedächtnis einer Generation bewahren“.
Die Bilder zeigen eingestürzte Strukturen, stark degradierte Wände und verwilderte Bereiche, die laut Nutzerkommentaren seit über 20 Jahren verlassen sind.
Die Reaktionen auf den Beitrag zeigen eine Mischung aus Nostalgie und Unbehagen. „Wie traurig, ihn so zu sehen“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere Person bemerkte: „Für Guanabo wird es langsam eng und es wird nichts unternommen.“ Mehrere Internetnutzer erinnerten sich an Tänze, Quinceañera-Proben, Sportaktivitäten und Live-Konzerte, die ihre Jugend in diesem Ort prägten.
„Mein Fitnessstudio“, kommentierte ein Forist; während ein anderer direkt auf die herrschende Gleichgültigkeit hinwies: „Es ist bedauerlich, wie große Träume verkümmern, wo einst so viel Spaß war, heute bleiben nur vage Erinnerungen.“
Einige Teilnehmer führten die Situation auf das Versagen der Regierung zurück, etwas, das, ihrer Meinung nach, der Regierung der Insel peinlich sein sollte. Kommentare wie „alles ist zerstört“ wurden zu dem Beitrag hinzugefügt in einem Kontext, in dem Ruinen, Erdrutsche und Vernachlässigung den Alltag einer Bevölkerung prägen, die um das Überleben kämpft.
Es gab auch Bezugnahmen auf andere Plätze in der Umgebung, wie alte Clubs und Erholungsgebiete, die laut den Kommentaren nicht mehr existieren oder sich in einem ähnlichen Zustand befinden.
Der Verfall des Liceo fügt sich in ein umfassenderes Bild von Beschwerden über zusammengebrochene Infrastruktur in der Hauptstadt ein. In den letzten Wochen wurden teilweise Einstürze gemeldet, wie der des emblematischen Gebäudes, das Sitz des Instituto Superior de Diseño (ISDi) in Centro Habana ist.
Die Bürgerberichte beschreiben den ruinösen Zustand von Gebäuden von Wohnungen, Bildungseinrichtungen sowie kulturellen und Freizeitstätten in verschiedenen Provinzen.
Im Fall von Guanabo sind sich die Kommentare einig, dass das Liceo über Jahrzehnte hinweg ein zentraler Ort für das soziale Leben des Badeorts war, der heute praktisch auf Trümmer reduziert ist.
Der Strand, der etwa 27 Kilometer östlich von Havanna liegt, ist Guanabo einer der Hauptpunkte für touristischen Genuss für die Bewohner der kubanischen Hauptstadt.
„Was für ein Schmerz, alles ist in Trümmern“, fasste eine Internautin zusammen.
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