Betrug mit Hauslieferung von Benzin in Kuba: Sie benutzen den Namen FINCIMEX, um Kunden zu täuschen



Foto © Facebook/CUPET

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La kubanische Finanzgesellschaft FINCIMEX S.A. hat eine öffentliche Warnung herausgegeben, nachdem sie in den sozialen Netzwerken einen Betrug festgestellt hat, der ihren Namen und ihr Bild verwendet, um potenzielle Kunden mit einem angeblichen Verkauf von Treibstoff nach Hause in Kuba zu täuschen.

Die Warnung wurde auf den offiziellen Profilen der Behörde veröffentlicht, wo sie darauf hinwies, dass die Vorgehensweise Teil einer Strategie ist, um persönliche und finanzielle Daten der Nutzer zu erlangen.

„Einmal mehr identifizieren sich skrupellose Personen, die versuchen, Verwirrung zu stiften, indem sie unser Image oder unsere Finanzprodukte nutzen, um potenzielle Verbraucher zu betrügen“, stellte die Institution in ihrer Mitteilung fest.

Laut der Erklärung der Institution beginnt der Betrug oft mit auffälligen Beiträgen, die einen attraktiven Dienst versprechen, gefolgt von einer Einladung, persönliche Daten zu teilen, um die vermeintliche Transaktion abzuschließen.

„Dann kommt die Einladung, persönliche Daten zu teilen und den Betrug zu konkretisieren“, warnte FINCIMEX.

Ein gefälschter Angebot, das die Knappheit ausnutzt

Die Warnung erfolgt, nachdem ein Beitrag in sozialen Netzwerken kursierte, der einen Tankwagen mit dem Logo von Cupet zeigte und Benzin „zu dir nach Hause, überall in Kuba“ anbot.

Die Anzeige legte den Preis auf 3 Dollar pro Liter fest und zeigte eine Kontaktnummer für angeblich Interessierte an.

Die Veröffentlichung behauptete: „Die Importadora Fincimex bietet derzeit Benzin in großen Mengen zu 3 USD pro Liter, direkt zu Ihnen nach Hause in jedes Gebiet von Kuba, ohne Probleme“, begleitet von einem Bild eines Kraftstofftankers.

Mitten in der Treibstoffknappheit und den langen Warteschlangen an den Tankstellen der Insel könnte ein angeblicher Heimlieferservice für viele Fahrer attraktiv erscheinen, was das Risiko erhöht, dass einige Menschen auf den Betrug hereinfallen.

FINCIMEX hingegen war entschieden darin, jede Verbindung zu dieser Art von Angebot zu dementieren. „Es wird erneut betont, dass Fincimex S.A. keine anderen Waren oder Dienstleistungen anbietet, die nicht finanzieller Natur sind“, unterstrich die Institution.

Quelle: Screenshot von Facebook/Fincimex.SA

Die Institution betonte, dass die Nutzer keine sensiblen Informationen mit Dritten teilen sollten, die ihren Namen oder ihr Bild verwenden.

„Wir warnen unsere Kunden davor, niemals persönliche oder finanzielle Daten wie die Kartennummer, Verkaufsbelege oder ihren Personalausweis zu teilen“, erklärte das Finanzinstitut.

Ebenso erinnerte er daran, dass seine einzigen offiziellen Kommunikationskanäle seine institutionellen Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram sind.

FINCIMEX versicherte zudem, dass bei der Entdeckung dieser Art von Betrug rechtliche Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ergriffen werden.

„In allen identifizierten Fällen werden rechtliche Schritte gegen diese Personen unternommen“, bestätigte die Institution.

Eine Schlüssel-Finanzinstitution im kubanischen System

FINCIMEX ist eine der wichtigsten Finanzinstitutionen, die mit dem staatlichen Unternehmenskonzern CIMEX verbunden ist.

Zu ihren Aufgaben gehören die Verwaltung von aus dem Ausland gesendeten Familientransfers, die Finanzierung von Exporten, das Finanzleasing und die Verwaltung von Prepaid-Karten.

In den letzten Jahren hat es eine bedeutende Rolle im System der Zahlungen und Transfers von Währungen innerhalb des Landes gespielt.

Reaktionen in sozialen Netzwerken

Die offizielle Warnung löste Dutzende von Kommentaren unter Nutzern aus, die mit einer Mischung aus Unglauben, Sarkasmus und Kritik an der Situation des Treibstoffs in Kuba reagierten.

Einige Internetnutzer wiesen auf die Gefahr solcher Täuschungen hin und baten um Vorsicht.

„Viele Naive werden von skrupellosen Personen betrogen. Vorsicht, keine persönlichen Daten oder Informationen zu Kreditkarten oder Konten teilen“, kommentierte ein Nutzer.

Andere zeigten sich skeptisch gegenüber dem angeblichen Angebot von Benzinlieferungen nach Hause.

„Man muss wirklich verrückt sein, um das zu glauben. Vielen Dank jedenfalls, es ist immer gut, gewarnt zu werden.“, schrieb ein anderer Internetnutzer.

Es gab auch diejenigen, die den Kontext in Frage stellten, der solche Ankündigungen inmitten der Energiekrise des Landes glaubwürdig erscheinen lässt.

„Derjenige, der glaubt, dass ein Kraftstoff in einem Tank bis vor deine Haustür geliefert werden kann, ist naiv“, bemerkte ein Kommentator.

Einige Kommentare zeigten jedoch, dass Betrug tatsächlich reale Konsequenzen haben kann.

Eine Nutzerin berichtete, dass ein Bekannter von ihr in einen ähnlichen Betrug gefallen sei.

„Ein Freund von mir hat gehört, dass sie es ihm über Zelle bezahlen könnten. Er hat 100 Liter bestellt, und irgendwie wurde sein WhatsApp gehackt. Seine Angehörigen haben das Geld bezahlt, und er wartet immer noch auf das Benzin“, berichtete er.

Andere Internetnutzer nutzten die Gelegenheit, um umfassendere Kritik am Zugang zu Kraftstoff auf der Insel und dem aktuellen Verkaufssystem zu äußern.

In der Zwischenzeit zeigt die Episode erneut, wie reale Bilder – wie eine Kraftstoffpumpe – aus dem Kontext gerissen werden können, um falsche Angebote zu konstruieren, die sich die Bedürfnisse und Mängel der Bevölkerung zunutze machen.

In diesem Zusammenhang bleibt die grundlegende Empfehlung dieselbe: Überprüfen Sie immer die Quelle, bevor Sie persönliche Informationen teilen, Geld überweisen oder Angeboten vertrauen, die in sozialen Netzwerken kursieren.

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