Ein Charterflug von Miami nach Santa Clara startete mit nur einer Handvoll Passagieren, wie der in den USA lebende kubanische Content Creator Yusmani Companioni (@yusmanicompanioni) auf Instagram zeigte, der die Erfahrung während der Reise dokumentierte.
In einem Video zeigte der Influencer das Innere des Flugzeugs und die große Anzahl leerer Sitze. „Jederzeit können die Flüge nach Kuba wegen mangelnder Passagiere und Gepäck eingestellt werden“, kommentierte er.
Dies ist eine Szene, die im Gegensatz zu anderen Jahren steht, in denen diese Strecken oft voller Reisender und Gepäck waren.
Der Schöpfer selbst versicherte, dass er gerne zur Insel reist, obwohl zahlreiche Nutzer in den Kommentaren ihm seine Entscheidung vorwarfen. „Das zeigt, dass du gegen die Mehrheit des kubanischen Volkes bist“, schrieb einer der Internetnutzer.
Leere Plätze auf Charterflügen nach Kuba
Die Bilder erinnern an ähnliche Situationen, die in den letzten Monaten viral gegangen sind, bei denen Flüge nach oder von Kuba mit sehr wenigen Passagieren abgehoben sind.
In vielen Fällen haben Benutzer erklärt, dass das Geschäft mit diesen Flügen nicht immer von der Anzahl der Reisenden abhängt, sondern von der Fracht im Laderaum des Flugzeugs.
Die Versandagenturen zahlen in der Regel für den Transport von Paketen und unbegleitetem Gepäck, was es ermöglicht, einige Routen aufrechtzuerhalten, selbst wenn die Passagierzahlen niedrig sind.
„Das Geschäft ist im Bauch des Flugzeugs“, schrieb ein Internaut in den Kommentaren zu ähnlichen Videos, die vor einem Jahr in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden.
Der Rückgang der Reisen aus der Diaspora
Dennoch deutet der aktuelle Kontext auf eine tatsächliche Reduzierung des Reiseverkehrs nach Kuba hin, was bereits in den offiziellen Zahlen ersichtlich ist.
Daten, die von der Nationalen Statistik- und Informationsbehörde (ONEI) veröffentlicht wurden, zeigen, dass im Januar 2026 12.574 Kubaner, die im Ausland leben, auf die Insel zurückkehrten, im Vergleich zu 21.015 im Januar 2025.
Der Rückgang übersteigt 40 % in nur einem Jahr, wobei der stärkste Rückgang bei den Reisen aus den Vereinigten Staaten zu verzeichnen ist, die von 14.027 auf nur noch 6.997 Besucher gesunken sind.
Dieser Rückschritt betrifft direkt einen der stabilsten Ströme des kubanischen Tourismus: die Familienbesuche der Diaspora, die ebenfalls einen wichtigen Teil des Konsums in Devisen im Land unterstützen.
Zur wirtschaftlichen Krise kommen langanhaltende Stromausfälle, Transportprobleme und Treibstoffmangel hinzu, Faktoren, die die Bedingungen für Reisen zur Insel weiter verschlechtert haben.
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